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Uetersener Nachrichten

22. November 2017 | 13:51 Uhr

Wo bleibt das Interesse?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Den Heimatverbänden, die Geschichte vor Ort präsentieren, um Kindern und Kindeskindern zu zeigen, wie unser heutiges Leben entstanden ist, fehlt es an Nachwuchs. Das war ein deutliches Fazit, dass die Mitglieder des Heimatverbandes für den Kreis Pinneberg bei ihrer Jahreshauptversammlung im Tornescher Heimathaus in den Berichten aus den ihm angeschlossenen Ortsvereinen zogen.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2013 | 20:34 Uhr

Trotzdem hat der Verein, der dem landesweit renommierten Schleswig-Holsteinischen Heimatbund (SHHB) angeschlossen ist, eine nahezu ungeheure Menge an Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zuerst einmal wählte der Verein unter dem Vorsitz von Otto Leverköhne den Vorstand neu. Leverköhne selbst hatte sich ohne Gegenkandidaten zur Wiederwahl gestellt, sein Amt und die damit verbundene Arbeit habe ihm in den vergangenen drei Jahren ausgezeichnet gefallen, beschrieb er seine Bereitschaft, den Vorsitz noch einmal zu übernehmen.

Nicht mehr dabei im Vorstand ist der ehemalige Stellvertreter Wieland Witt aus Rellingen, der sein Amt aus gesundheitlichen Gründen abgab, aber in Rellingen selbst im Heimatverein und bei den spannenden Ausgrabungen am Marktplatz weiter aktiv dabei sein wird. Das Amt der stellvertretenden Vorsitzenden übernahm Maren Groth. Sie ist auch weiterhin Schriftführerin. Kassenwart bleibt Uwe Schwarzenberger. Dabei sind als Beisitzer im Vorstand auch die nächsten Jahre Annette Schlapkohl und Harald Schulz aus Tornesch. In Abwesenheit wurde auch Jürgen Krüger wieder gewählt.

Beanstandet wurde von mehreren Ortsvereinsvorsitzenden auch, dass die Politik selbst von spektakulären historischen Funden kaum Notiz nehme. Bauherren seien pikiert, wenn das Denkmalschutzamt angerückt komme, um die Funde einzuordnen und zu sichten. Jonny Wrage, Bandreißer aus Hetlingen, monierte, dass Neubürger im Ort gerade nur den Namen ihrer neuen Heimat kennen, aber nichts aus der Geschichte hinterfragen, obwohl der Kulturverein Hetlingen mit den Bandreißern und dem NDR von einer Veranstaltung zur nächsten ständig auf Wanderschaft sei.

Harald Schulz von der Kulturgemeinschaft Tornesch beeindruckte mit einem ausführlichen Bericht über seinen rührigen Verein, der in den vergangenen Jahren ein breit gefächertes Spektrum von Aktivitäten für interessierte Menschen aus allen Altersgruppen bereitgestellt und mit dem Ausbau des Ostermannschen Hofes zum Heimathaus, der Mölln-Hofes zum Museum und der Pflege der Liether Kalkgrube große Anerkennung gefunden hat.

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