zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

19. August 2017 | 23:16 Uhr

Jubiläum : Wo bleiben die Schulklassen?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

40 Jahre alt wird der Verein Historisches Uetersen in diesem Jahr. Die 105 Mitglieder laden daher für Sonnabend, 19. September, 11 Uhr, zu einem Empfang in die Mensa an der Bleekerstraße ein. Am Tag darauf wollen sie das Heimatmuseum öffnen. Es liegt hinter der Mensa an der Parkstraße 1c.

Als neue Attraktion will der Verein dann eine historische Kaplanturbine präsentieren. Sie gehörte einst zu der Wassermühle, die in den 1920-er Jahren dem Rosarium weichen musste. Die Wasserturbine wurde 1960 aus dem Erdreich geborgen, als das erste Sparkassengebäude an der Wassermühlenstraße errichtet wurde.

Vor zwei Jahren säuberte die Uetersener Firma Looft & Winkelholz das Gerät auf eigene Kosten per Sandstrahlung und überholte es. Der Vereinsvorsitzende Johann-Otto Plump will neben dem Museum einen Unterstand bauen, in dem die Turbine ausgestellt werden soll. Für Historiker ist der Verein eine beliebte Anlaufstelle. „Wir erhalten Anfragen aus ganz Deutschland zu Uetersen“, so Plump bei der Jahreshauptversammlung. Manche Anliegen beantworten die Mitglieder selbst, andere leiteten sie an Experten weiter.

Auch die alteingesessenen Uetersener haben den Verein auf der Rechnung. „Es vergeht kaum ein Öffnungstag, ohne dass wir neue Sachen gespendet oder geliehen bekommen“, berichtete Plump. Etliche geben Geld. Allein in diesem Jahr erhielt der Verein bereits Einzelspenden in Höhe von 320 Euro.

Doch leider sei der Besuch von Schulklassen stark zurückgegangen. Im vergangenen Jahr hätten nur drei Gruppen den Weg in das Museum gefunden, 2015 bisher nur eine. Plump erfuhr, dass Kinder der Friedrich-Ebert-Schule den weiten Fußweg nicht mehr auf sich nehmen sollen. Zudem vermutet er, dass Lehrern von auswärts der Bezug zu Uetersen fehle. „Ich finde das mehr als traurig“, so Plump.

Die Weihnachtsausstellung mit historischem Spielzeug hätten 240 Erwachsene, aber nur zwölf Kinder besichtigt.

An den 24 Öffnungstagen im vergangenen Jahr besuchten rund 700 Gäste das Museum, weniger als in den Vorjahren.

Die Aktiven empfangen sie außerhalb der Sommerferien an jedem ersten und dritten Sonntag eines Monats von 14 bis 17 Uhr.

„Wir machen das ehrenamtlich. Da kann die Stadt nicht von uns verlangen, dass wir Eintritt nehmen“, betonte Plump.

zur Startseite

von
erstellt am 17.Apr.2015 | 18:22 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert