Stiftung Appen Hilft : „Wissen, wo die Not ist“

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Bei der „Stiftung Appen hilft“ – Motto: Damit für alle Kinder die Sonne scheint – werden neue Wege beschritten. 2006 gegründet und 2010 als Verein eingetragen, will der Vorstand nun einen Beirat bilden. Vorsitzender Karsten Schröder konnte während eines Pressegesprächs bereits das erste Mitglied präsentieren. Pastor Frank Schüler will den Verein zukünftig als Beirat unterstützen.

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07. September 2012, 19:37 Uhr

Man sei gut aufgenommen worden im System des Dorfes, erklärt Schröder. Der Verein wolle Hilfe von Appenern für Appener organisieren. Der Verein ist kontinuierlich bekannter geworden. Damit stieg auch die Spendenbereitschaft der Menschen.

In den Beirat möchte der Vorstand nun Bürger holen, „die wissen, wo die Not ist“, so Schröder. Wem geholfen werden könnte, erfährt zum Beispiel der Vorstand aus dem Kindergarten der St. Johanneskirche.

Der Pastor lobt die Arbeit von Stiftung Appen hilft und engagiert sich gern. „Es wird sehr vertraulich geholfen“, hebt er hervor. Schnelle Hilfe ist die Spezialität des Vereins. So unterstützte man kurzfristig eine Mutter mit Babybekleidung. Wenn Eltern die Klassenreise ihres Filius nicht finanzieren können, gibt es vom Verein eine Geldspritze.

Und das Kind eines Asylbewerbers geht in den Kindergarten der St. Johanneskirche. Es kann dort aber nicht am Mittagstisch teilnehmen, weil die Eltern die 50 Euro nicht haben. „Essen bildet Gemeinschaft“, steht für den Pastor fest, also rief er bei Schröder an. Der musste sich erst einmal kundig machen, ob eine Unterstützung dazu führen könnte, dass den Eltern an anderer Stelle wieder die 50 Euro abgezogen wird.

Das ist nicht der Fall, also finanziert die Stiftung das Mittagessen. „So lernt das Kind schneller die Sprache und auch ein bisschen Deutsche Kultur kennen“, freut sich der Pastor. Mehrfach gab es Unterstützung für das Pinneberger Frauenhaus. Jüngst wurden Fahrräder für zwei Kinder gestiftet, die mit ihrer Mutter kurz zuvor Zuflucht im Frauenhaus genommen hatten.

Mit den beiden Fahrrädern wurde im Juni ein Projekt gestartet. Gebrauchte, aber gut erhaltene Exemplare lässt der Verein aufarbeiten. Sie sollen an Kinder gehen, deren Eltern die Anschaffung nicht finanzieren können. Werden die Mädchen und Jungen größer, geben sie es zurück und bekommen im Gegenzug einen größeren Drahtesel. www.stiftung-appen-hilft.de

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