Planspiel WIWAG : Wirtschaft ist nicht langweilig

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Mit dem fiktiven Auftrag, Kopfhörer auf den Markt zu bringen, haben sich Elmshorner Schülerinnen und Schüler der Oberstufen des Elsa-Brändström-Gymnasiums, der Bismarckschule, der Leibniz Privatschule und der Erich-Kästner-Gemeinschaftsschule im Rahmen des Unternehmensplanspiel WIWAG (Wirtschaftswochen AG) beschäftigt. Ihre Erkenntnis: „Wirtschaft ist nicht langweilig!“

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28. Januar 2015, 17:59 Uhr

Nachdem Dr. Stefan Geiser, Mitglied der Geschäftsleitung der Peter Kölln KGaA, und Ken Blöcker, Geschäftsführer des Unternehmensverbandes Unterelbe-Westküste, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer real begrüßt hatten, übernahm der erfahrene Spielleiter Günter Wangerin die Moderation und entführte sie in die parallele Wirtschaftswelt. Um nicht Schule gegen Schule antreten zu lassen, durchmischte der Moderator die Gruppen. Je sechs Jugendliche bildeten ein Team.

„Es ist erfreulich zu sehen, wie schnell eine homogene Gruppe entsteht“, sagte er. Eine Woche lang vertauschten die 24 Jugendlichen ihre Schulstühle mit den Chefsesseln und fungierten in ihren virtuellen Unternehmen als Finanzdirektoren, Personalchefs oder Sprecher der Geschäftsleitung. Sie formulierten Unternehmensziele, setzten sie in Planungen und Entscheidungen um und kontrollierten die Ergebnisse tagesaktuell. Jedem Schüler stand ein Firmenbericht mit Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung,

Stückkostenkalkulation, Lohnsummen, Montagemengen und Sozialaufwand zur Verfügung. Zusätzlich gab es einen umfangreichen Umweltbericht zu den ökonomischen, sozialen, ökologischen und technologischen Rahmenbedingungen. Jeder Tag stand für ein Geschäftsjahr.

Als Entscheidungsträger mussten die Nachwuchsmanager lernen, mit den Härten des Geschäftslebens wie Konkurrenzdruck und steigenden Energiekosten umzugehen – per Mail kamen Nachrichten von einem neuen Mitbewerber und einem Terroranschlag auf Gasleitungen. Auch die Grundsatzfrage, ob ein hochwertiges, teures Gerät auf den Markt gebracht werden sollte oder ein solides Gerät zu einem für viele Menschen erschwinglichen Preis, musste im Team geklärt werden.

Morgens stand Theorie auf dem Stundenplan, nachmittags wurde das soeben Gelernte in die Praxis umgesetzt. Diese Theorieblöcke wurden von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus dem Hause Köllnflocken sowie der Sparkasse Westholstein vorgetragen. Abschließend gab es ein Feedback. Spielleiter Wangerin war zufrieden mit seinen Schülern. „Jeder hat an Erfahrung gewonnen“, sagte er.

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