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Uetersener Nachrichten

19. November 2017 | 15:26 Uhr

Autobahn 20 : Wirtschaft erhöht den Druck

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eine hochrangige Wirtschaftsdelegation aus dem Kreis Pinneberg reist am Mittwoch nach Berlin. Ziel ist der Parlamentarische Abend in der Schleswig-Holsteinischen Landesvertretung, der ganz im Zeichen des großen Infrastrukturprojektes A20 steht. Unternehmensverbände und Manager wollen den Druck auf die Bundesregierung erhöhen und sowohl für ausreichende Finanzmittel als auch für zusätzliche Planungsressourcen werben.

shz.de von
erstellt am 06.Apr.2014 | 18:03 Uhr

„Die Küstenautobahn ist existenziell für die Wirtschaft im Kreis Pinneberg“, sagte WEP-Geschäftsführer Harald Schroers, der die Delegation anführen wird. Die Wirtschaftsförderungs- und Entwicklungsgesellschaft des Kreises Pinneberg ist Mitveranstalterin des Abends, in dessen Verlauf die Gäste auch über den aktuellen Stand informiert werden.

Seit 1998 wird an der A20 gebaut, auf schleswig-holsteinischem Gebiet sind inzwischen 40 Kilometer befahrbar. Das ursprüngliche Ziel, die Schnellstraße bis zum Ende der Wahlperiode an die Autobahn 7 heranzuführen und anzubinden, halten Experten nach der jüngsten Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts indes für nicht mehr erreichbar. Im November hatten die Richter einen Baustopp verhängt, nachdem sie den Planfeststellungsbeschluss für rechtswidrig erklärt hatten (wir berichteten). Damit gaben sie den Klagen von Umwelt- und Naturschutzverbänden statt, die den Schutz der Fledermäuse rund um Bad Segeberg nicht ausreichend berücksichtigt sahen. Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer sagte damals vor Journalisten, er rechne mit einem zweijährigen Verfahren zur Planänderung.

Der Unternehmensverband Unterelbe-Westküste, zu dem auch die Unternehmen im Kreis Pinneberg gehören, forderte Ministerpräsident Torsten Albig inzwischen auf, sich unverzüglich in Berlin für Schleswig-Holstein stark zu machen.

Nun ergreifen die Unternehmer offenbar selber die Initiative. Der Delegation aus dem Kreis Pinneberg werden neben Landrat Oliver Stolz und Vertretern der politischen Gremien des Kreises auch Unternehmer und Manager angehören. In Berlin werden sie mit den Kreis Pinneberger Bundestagsabgeordneten Ernst Dieter Rossmann (SPD) und Ole Schröder (CDU) zusammentreffen.

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