zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

17. Dezember 2017 | 19:28 Uhr

Jusos-Vorstoß : Wird Elmshorn Kreisstadt?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mit ihrem Beschluss, Elmshorn zur Kreisstadt zu machen, sorgen die Elmshorner Jungsozialisten (Jusos) unter ihrem Sprecher Mats Hansen für reichlich Wirbel im politischen Pinneberg. Für Hansen und seine Jusos wäre dies jedoch der logische Schritt, „angefangen beim Umzug des Kreistages bis zur Erweiterung der Autobahnschilder.“

shz.de von
erstellt am 21.Mai.2012 | 21:45 Uhr

Wie kommt es zu diesem Manöver, dem fast alle politischen Parteien zögerlich gegenüberstehen? Angefangen hatte es mit dem politischen Beschluss, mit der Kreisverwaltung von Pinneberg nach Elmshorn zu ziehen. Kreispräsident Burkhard E. Tiemann setzte sich jedoch dafür ein, dass Pinneberg Kreisstadt bleiben sollte. Nun tagt der Kreistag im Pinneberger Rathaus. Hierfür werden für jede Sitzung 600 Euro Miete fällig, die der Kreis an die Stadt Pinneberg zu zahlen hat.

FDP-Fraktionschef Bremer räumte im Gespräch mit unserer Zeitung ein, dass zwar die lange Tradition für Pinneberg sprechen würde, eine Entscheidung darüber aber mit dem nötigen Fingerspitzengefühl getroffen werden müsse. Gleichzeitig brachte Bremer auch ins Spiel, den Kreistag an wechselnden Standorten tagen zu lassen, beispielsweise in Barmstedt oder in Wedel.

Grünen-Fraktionschef Thomas Giese hält die Diskussion angesichts der vielen Probleme im Kreis für überflüssig. „Wir haben genug andere Baustellen. Es ist aber erstaunlich, womit sich der eine oder andere so beschäftigt.“ Auch Linken-Sprecher Klaus-Dieter Brügmann spricht sich für den Erhalt des Status quo aus. „Alles andere kostet Geld, das sinnvoller investiert werden könnte, beispielsweise in die Erhaltung des Hejsager-Heimes in Dänemark.“

Für die Verwaltung besteht derzeit kein Grund, Überlegungen in die eine oder andere Richtung anzustellen. „Der Dienstsitz in Pinneberg ist durch die Hauptsatzung festgeschrieben. Derzeit sind uns keine ernsthaften politischen Bestrebungen bekannt, die das ändern wollen“, so Kreissprecher Marc Trampe im Gespräch mit unserer Zeitung. Wechselnde Sitzungsorte seien möglich, sofern Logistik und Organisation es zulassen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert