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Fussball : „Wir wollen selbstbestimmt Fußball spielen ...“

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Seit dem 26. August gibt es einen neuen Klub in der Uetersener Vereinslandschaft: „Rasensport Uetersen“ wurde gegründet. „Wir haben mit 22 Gründungsmitgliedern unsere Satzung und Beitragsordnung verabschiedet“, berichtete Bernd Enderle, der zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Dem Vorstand gehören zudem Christian Förster (2. Vorsitzender), Petra Kruse als Schriftführerin sowie Kassenwart Thomas Kraeft, der sich auch um die Internet-Seite www.rasensport-uetersen.de kümmert, an. „Wir haben alle nötigen Unterschriften geleistet und die Eintragung ins Vereinsregister beim Notar veranlasst“, erklärte Petra Kruse.

Nachdem die Rasensport-Gründung in den vergangenen Wochen bereits hohe Wellen schlug und speziell vom Vorstand des Gesamtvereins des TSV Uetersen kritisch beäugt wurde (die UeNa berichteten), nahm sich der Rasensport-Vorstand nun Zeit, um im Gespräch mit den UeNa seine Motivation und Ziele zu erläutern. „Wir haben die Entscheidung, einen neuen Klub zu gründen, nach vielen Gesprächen, die monatelang in unterschiedlichen Konstellationen geführt wurden, getroffen“, stellte Bernd Enderle klar, dass dieser Schritt keinesfalls ein Schnellschuss war. Als Hauptmotiv für die Neugründung gab der 57-Jährige an: „Wir wollen selbstbestimmt Fußball spielen und autark einen Fußballverein betreiben!“

Hierbei denken die Rasensport-Verantwortlichen zweigleisig: „Wir möchten natürlich Leistungsfußball anbieten, aber auch Breitensport“, sagte Förster. Die Rasensport-Verantwortlichen hoffen auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem TSV Uetersen, der seit dem 2014 erfolgten, endgültigen Aus der Sportfreunde Uetersen als einziger Verein in der Rosenstadt Fußball anbietet. Am Montag, 12. Oktober wird es ein Gespräch zwischen dem BGB-Vorstand des TSV Uetersen, dem Vorstand der Fußball-Abteilung des TSV sowie Bernd Enderle und Förster geben.

Ein Thema wird dann auch sein, ob Rasensport im Sommer 2016 die aktuellen Spielklassen der derzeitigen TSV-Fußball-Mannschaften übernehmen kann. Die Richtlinien des Hamburger Fußball-Verbandes besagen nämlich, dass eine solche Übernahme nur möglich ist, wenn der TSV in der Saison 2016/2017 keine einzige Fußball-Mannschaft mehr meldet. Der 1. TSV-Vorsitzende Lutz Schölermann hatte zuletzt aber in den UeNa bereits klargestellt, dass sein Verein weiterhin Fußball anbieten wolle. „Wir werden sehen, was die Gespräche ergeben“, sagte Bernd Enderle, der auch „einen Mittelweg nicht ausschloss“. Dieser könnte so aussehen, dass der TSV und Rasensport fusionieren, Rasensport unter dem Namen „Rasensport im TSV“ quasi an die Stelle der jetzigen Fußball-Sparte tritt ‒ und alle derzeitigen Spielklassen der TSV-Teams (auch die Landesliga der 1. Herren) übernimmt.

„Wenn es keine Einigung geben sollte, würden wir zur Not mit unseren 1. Herren aber auch in der B-Kreisklasse anfangen“, betonte Förster, der selbst lange Jahre für den TSV aktiv war, ehe er seine Karriere im Mai 2015 beendete. Klar ist, dass das jetzige Trainer- und Betreuer-Team der 1. TSV-Herren, nämlich Chefcoach Peter Ehlers, Co-Trainer Frank Weche und Betreuer Uwe Wolter, ab dem 1. Juli 2016 für die neue 1. Herren-Mannschaft von Rasensport verantwortlich sein wird. „Sie gehören zu den Gründungsmitgliedern und würden notfalls auch den Weg in die B-Klasse mitgehen“, so Bernd Enderle, der für diesen Fall „vier Aufstiege in Folge“ anpeilen würde, um „zurück in die Landesliga zu kommen“. Hierbei sei der FC Eintracht Norderstedt ein gutes Vorbild: Nach der Loslösung aus dem 1. SC Norderstedt war die Eintracht im Juli 2003 in der Kreisliga angetre- ten ‒ und kämpft seit 2013 in der Regionalliga um Punkte...

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erstellt am 08.Okt.2015 | 20:55 Uhr

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