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„Wir dürfen nicht erlauben, dass das Mittelmeer zu einem Friedhof wird“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Mare Nostrum“, so bezeichneten die alten Römer das Mittelmeer. „Mare Nostrum“ bedeutet wörtlich übersetzt „unser Meer“, der Begriff bezeichnet aber auch eine Operation der italienischen Marine und Küstenwache zur Rettung von Flüchtlingen aus (zumeist) afrikanischen Ländern, die versuchen, Italien über das Mittelmeer zu erreichen.

Gleichzeitig sollen durch die Soldaten die Schlepper im Hintergrund aufgegriffen werden. Die Operation fußt auf der Feststellung des italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi, dass es eine Pflicht Italiens sei, Menschenleben im Mittelmeer zu retten. „Wir dürfen nicht erlauben, dass das Mittelmeer zu einem Friedhof wird. Die EU darf nicht einfach wegschauen“, sagte Renzi im Nachklang der Ereignisse, die sich im Herbst 2013 binnen weniger Tage ereigneten. Damals ertranken 400 Flüchtlinge im Mittelmeer.

Europa ist seit geraumer Zeit das Ziel zahlreicher Flüchtlinge. Die Menschen kommen aus unterschiedlichen Gründen nach Europa – sie flüchten vor Krieg, Gewalt und Verfolgung aus ihrer Heimat, sie versuchen der Armut, Not und Perspektivlosigkeit zu entkommen. Italien ist das einzige Land der EU, das seine Marine, die Küstenwache und weitere Behörden zu einer solchen konstatierten Rettungsaktion mobilisiert hat. Kritik wurde bereits laut: Was ist mit den anderen Ländern der EU? Schließlich hat die gesamte Europäische Union 2012 den Friedensnobelpreis erhalten, heißt es.

Aktuelles aus erster Hand über „Mare Nostrum“ erfährt, wer der Einladung der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik und des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr folgt und am Montag, 10. November, in das Parkhotel Rosarium kommt. An diesem Abend, der um 19 Uhr beginnt, wird kein Geringerer als Brigadegeneral Alberto Biavati, Verteidigungs-, Luftwaffen- und Marineattaché der Botschaft der Italienischen Republik zum Thema referieren.

Dr. Peter De Biasi, Korvettenkapitän d. R., und Sektionsleiter der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik Appen-Uetersen, freut sich auf diesen Abend, um mehr zu erfahren über die Herausforderungen, denen die italienischen Streitkräfte aufgrund der Flüchtlingsströme ausgesetzt sind. Der Eintritt ist frei.

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erstellt am 20.Okt.2014 | 21:34 Uhr

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