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Windeignungsgebiete : Windräder in der Haseldorfer Marsch

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In Uetersen soll der Windpark erweitert werden, die Neuendeicher Gemeindevertretung hat zwei Bereiche in Kiel als Eignungsflächen angemeldet und auch in der Haseldorfer Marsch könnte bald sauberer Strom hergestellt werden.

shz.de von
erstellt am 11.Nov.2011 | 21:37 Uhr

Drei Areale möchten die Politiker für Windräder reservieren. Doch sie könnten an Kiel scheitern.

Bereits während der Amtsausschusssitzung im September war beschlossen worden, die Möglichkeiten zu prüfen und die Flächen gegebenenfalls an die Landesregierung zu melden. Dann hat sich der Haselauer Bürgermeister Rolf Herrmann (CDU) hingesetzt, und noch einmal nachgemessen. Dabei musste er einen Abstand von 800 Metern zu Siedlungen sowie eine Distanz von 400 Metern zu Einzelhäusern sowie Streu- und Splittersiedlungen beachten. Wichtig ist auch der Abstand von 600 Metern, der zum Funkfeuer am Großen Landweg einzuhalten ist.

Nördlich dieser Abstandsfläche, also Richtung Klevendeich besteht eine etwa neun Hektar große Fläche, auf der Windräder möglich wären. Südwestlich des Funkfeuers und damit Richtung Mühlenwurth gibt es ein zweites Areal. Dieses ist rund 20 Hektar groß. Die dritte und größte Fläche liegt auf Haseldorfer Gemeindegebiet und ragt minimal nach Hetlingen hinein. Es sind rund 80 Hektar, die sich zwischen Grüner Damm, Butendiek und Hetlinger Deich sowie in einem deutlichen Abstand zum Altenfeldsdeich befinden. Der Haselauer Bürgermeister ist allerdings nicht sehr optimistisch, dass Kiel diese Bereiche zu Windeignungsflächen macht. Bei einem Telefonat mit einem Experten der Landesplanung wurde ihm mitgeteilt, dass es sich bei dem Grund um einen regionalen Grünzug handelt, wie übrigens die gesamte Marsch. Dort sind Windparks nicht möglich. Es hat zwar Ausnahmegenehmigungen gegeben, so die Auskunft an Herrmann, doch waren diese Bereiche in Randflächen angesiedelt.

Auf Betreiben der Haseldorfer Politiker wurde trotzdem der Versuch gestartet. „Es gibt bisher nur eine mündliche Aussage“, erklärt Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU). „Wir wollen das formell überprüft wissen und eine schriftliche Antwort haben.“ Sollte Kiel wider Erwarten doch zustimmen, bedeutet das noch nicht, dass sich die Flügel auch drehen. „Wir wollen dann in eine Diskussion mit den Bürgern eintreten“, so Schölermann. Gegen die Marschmer soll es keinen Windpark geben. Eine grundsätzliche Absage erteilt das Haseldorfer Gemeindeoberhaupt Investorenmodellen. „Wenn, dann wollen wir einen Bürgerwindpark ähnlich dem in Raa-Besenbek“, sagt der Christdemokrat. Wenn die regenerative Energie genutzt werde, dann sollten die Bürger vor Ort daran verdienen.

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