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Uetersener Nachrichten

20. Oktober 2017 | 05:33 Uhr

Eignungsflächen : Windräder für Neuendeich

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

In Neuendeich sollen sich Windräder drehen! Dies beschlossen die Gemeindevertreter während einer kurzfristig anberaumten Sitzung mit klarer Mehrheit. Allerdings könnten die Bürger das letzte Wort haben.

shz.de von
erstellt am 02.Nov.2011 | 19:59 Uhr

Ihre grundsätzliche Ablehnung der Windkraft hatten Bürgermeisterin Bärbel Thiemann und die Finanzausschussvorsitzende Hannelore Kops (beide CDU) zum Ausdruck gebracht. Doch sie blieben selbst in der eigenen Fraktion in der Minderheit. Mit Ellen Kruse, Thies Kleinwort und Klaus-Hermann Früchtenicht votierten drei Christdemokraten pro regenerative Energie – genauso wie die vier Sozialdemokraten.

Zwei Flächen werden nach Kiel als Windeignungsräume genannt. Erstens ist es ein Areal zwischen Schlickburg und Schadendorf mit den Flurbezeichnungen Schiphörn und Neufeld. Größere Diskussionen gab es um die zweite Fläche. Vom Kreis war anfangs ein Bereich zwischen Rosengarten und der Grenze zu Uetersen genannt worden, auf dem sechs Windräder Platz finden könnten. Während der Einwohnerversammlung in der vergangenen Woche hatte sich der Planer des Kreises korrigiert und eine Abstandsfläche von 800 statt vorher 400 Metern von der Bebauung zu den Eignungsflächen für notwendig erachtet. Danach bleibt nur ein kleiner Zipfel an der Grenze zu Uetersen übrig. Der liegt jedoch direkt neben dem Bereich, in dem die Politiker der Rosenstadt ihren Windpark erweitern möchten. Der Uetersener Windpark könnte also auf Neuendeicher Gebiet ausgedehnt werden. Abgestimmt wurde auf der Grundlage eines SPD-Antrages, der Bedenken von Anwohnern aus dem Rosengarten aufnimmt. Die wollen, das unbedingt 800 Meter Abstand zwischen ihren Häusern und den Windrädern eingehalten werden. Die jetzt in Uetersen geplanten Räder stehen aber dichter an der Bebauung. Nach dem SPD-Antrag soll auf die Einhaltung gepocht werden. Es bahnt sich also Streit zwischen Uetersen und Neuendeich an. In Kiel wird entschieden, ob die Windeignungsräume ausgewiesen werden. Das Land könnte den Argumenten des Kreisplaners folgen – oder sie verwerfen. Gibt es ein positives Votum, so könnten die Neuendeicher das letzte Wort haben. Michael Kruse regte während der Einwohnerfrage eine Bürgerbefragung an. Dies wurde von den Windkraftbefürwortern in der Gemeindevertretung positiv aufgenommen.

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