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Uetersener Nachrichten

24. August 2017 | 01:30 Uhr

Politik : Windparkerweiterung vor dem Aus?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Kreise Nordfriesland und Dithmarschen haben gegenüber dem Kreis Pinneberg hinsichtlich des „Platzangebotes“ enorme Vorteile. Kein Wunder, dass dort die größten Windparks existieren und weitere hinzukommen werden. Proteste gibt es nur selten.

Wohl aber im Kreisgebiet und hier insbesondere in der näheren Umgebung Uetersens. Sowohl Neuendeich (Einwohnerversammlung) als auch Groß Nordende haben sich gegen die in der Ratsversammlung mit großer Mehrheit beschlossenen Windpark-Erweiterungspläne ausgesprochen. Die Gemeindevertretung in Neuendeich hat beschlossen, dass zur Wohnbebauung eine 800-Meter-Grenze eingehalten werden muss, die Landesverordnung lässt im konkreten Fall einen 400-Meter-Abstand zu. Im Kieler Innenministerium ist man noch zu keiner Entscheidung gelangt, werde sich jedoch, dessen ist sich die CDU-Landtagsabgeordnete Barbara Ostmeier sicher, von einem „Nein“ vor Ort beeinflussen lassen.

Das Land hat sich zum Ziel gesetzt, 1,5 Prozent der Landesflächen als Windenergieeignungsfläche zu definieren. gelingt das konfliktfrei, ist es unwahrscheinlich, dass Kiel umstrittenen Projekten zustimmt.

Der im Raum stehende Vorwurf: Von Uetersener Seite sei im Vorfeld des Erweiterungsbeschlusses zu wenig mit den Nachbarn gesprochen worden. Es wäre eine Aufgabe der Politik gewesen, dies zu tun. Der Ministerentscheid wird im März erwartet. Barbara Ostmeier rechnet jedoch damit, dass es mit den 1,5 Prozent im Land nicht getan ist. Die Signale für eine „zweite Runde“ seien bereits unüberhörbar. Möglich, dass dann als Ziel definiert wird, drei Prozent der Landesfläche in Windenergieeignungsflächen umzuwandeln. Uetersen sollte, wenn alles so komme, wie vermutet, dann aktiver werden. Und insbesondere im Vorfeld von Beschlüssen mit den Nachbarn sprechen. Was sagen die Uetersener Politiker zu den Befürchtungen, das Land könne dem Erweiterungsvorhaben nicht zustimmen? „Es wäre bedauerlich, wenn es so wäre“, sagte Ingo Struve, Fraktionsvorsitzender der SPD.

„Wir haben etwas anderes verfolgt mit unseren Beschlüssen. Das ist ein falsches Signal in Richtung Energiewende. Dort wo die Menschen wohnen, muss Energie erzeugt werden“, bewertet Andreas Stief, stellvertretender CDU-Fraktionsvorsitzender, das drohende Nein.

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erstellt am 04.Mär.2012 | 20:41 Uhr

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