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Nach der Absage wird neu nachgedacht : Windpark Uetersen: Das plant „planet energy“ jetzt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Planet energy, Tochter von Greenpeace energy, hatte im vergangenen Jahr die Mehrheit am „Windpark Uetersen“ mit seinen sechs Anlagen erworben (wir berichteten). Ziel war das alleinige Sagen über den 7,8-Megawatt-Park, um bestimmen zu können, was in Zukunft geschieht.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2014 | 21:25 Uhr

Die Hamburger wollten repowern und spalteten damit Stadt und Dörfer. Was geschieht nun, nach dem „Knall“ im Bauausschuss?

Was plant „planet energy“, nachdem dem Antrag auf Repowering durch CDU und BfB eine Absage erteilt wurde? Ziehen sich die Hamburger nun aus Uetersen zurück? Wohl kaum! Die Strom aus Wind Betriebsgesellschaft mbH & Co. Windpark Uetersen KG bedauere, heißt es in einer Pressemitteilung, dass sich der Bauausschuss nicht für ein Repowering des Windparks Uetersen ausgesprochen habe.

Mit einem Aufstellungsbeschluss für die Änderung des Bebauungsplanes zugunsten eines Repowerings hätten die Planungen sowohl von der Betriebsgesellschaft als auch vonseiten der Stadt weiter konkretisiert werden können.

In dem weiteren Verfahren hätte die Stadt dann die Möglichkeit gehabt, konkrete planerische Vorgaben zu machen, beispielsweise zur Anzahl und zur Gesamthöhe der neuen Windenergieanlagen.

„Wir respektieren die Entscheidung des Bauausschusses und nehmen die vorgebrachte Kritik ernst. Wir können nachvollziehen, dass es im Vorfeld eines solchen Projektes viele Diskussionen, Unklarheiten und auch Missverständnisse gibt, die eine Entscheidung nicht leicht machen und zunächst geklärt werden müssen“, so Sönke Tangermann, Geschäftsführer der Strom aus Wind Betriebsgesellschaft mbH & Co. Windpark Uetersen KG. Die Gesellschaft weist darauf hin, dass die Belastungen durch Schall und Schatten in einem repowerten Windpark nicht größer werden würden, da die Grenzwerte eindeutig durch das Bundesimmissionsschutzgesetz geregelt seien. Außerdem könne durch das Repowering ein wichtiger Beitrag zur Energiewende geleistet werden, da ein repowerter Windpark fast das Vierfache an Energie im Vergleich zu dem Bestandswindpark erzeugen würde.

Die Betriebsgesellschaft hält ein Repowering des Windparks weiterhin für eine sinnvolle Maßnahme und will sich auch in Zukunft für das Projekt einsetzen. „Wir wissen, dass hierfür eine breite Unterstützung notwendig ist und werden deshalb die auf der Bauausschusssitzung vorgebrachten Bedenken analysieren“, so Tangermann. Darüber hinaus will die Gesellschaft abwarten, wie sich die Energiewende auf Bundesebene nach der Reform des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes entwickeln wird – bis dahin wird das Vorhaben ruhen.

Als Betreiber des Windparks und als Befürworter eines Repowerings möchte die Strom aus Wind Betriebsgesellschaft mbH & Co. Windpark Uetersen KG der Stadt jedoch weiterhin als konstruktiver Partner zur Verfügung stehen.

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