Fußball : Wieder Spitze

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Nach den vorherigen Spielen des Wochenendes war für die 1. Herren des TSV Uetersen am Sonntag vor dem Anpfiff klar: Bei einem Sieg gegen Blau-Weiß 96 Schenefeld sind sie Spitzenreiter. Und die Rosenstädter schnupperten früh am Führungstor: Als Florian Blaedtkes Eckstoß bei Yannick Kouassi landete, war dessen Schuss aus Nahdistanz wohl schon hinter der Torlinie, bevor er geklärt wurde – der Schiedsrichter entschied aber auf Weiterspielen. Die Hausherren bestimmten weiterhin das Geschehen, hatten aber kein Zielwasser getrunken: Mikail Pekdemir lief nach Kouassis Pass alleine aufs Tor zu, schoss aber knapp links vorbei (22.). Kurz darauf tanzte Kouassi die gesamte Schenefelder Abwehr aus, scheiterte aber an 96-Keeper Florian Jensen (24.). Dann zielte Helge Kahnert vorbei (26.) und Kouassi zu hoch (28.), ehe 96-Akteur Christian Alexander Rohweder einen langen Kahnert-Einwurf an die Latte des eigenen Tores köpfte (39.).

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14. Oktober 2012, 22:06 Uhr

Nach der Pause machten die Uetersener weiter Druck und drängten auf das 1:0, das aber zunächst nicht fallen wollte. Oliver Engl verlängerte einen Blaedtke-Freistoß per Kopf knapp rechts am Tor vorbei (52.), dann blieb Kouassi erneut an Jensen hängen (53.). „Komm Yannick, belohn Dich“, ermunterte TSV-Trainer Peter Ehlers seinen Stürmer. Zwei Fernschüsse der Schenefelder fing TSV-Torwart Christoph Richter sicher (60., 63.), ehe der eingewechselte Philipp Ehlers mit einer Rechtsflanke Kahnert fand, der den Ball am langen Pfosten aber nicht richtig kontrollieren konnte, so dass Jensen ihn fing (66.). Nachdem die TSV-Innenverteidiger Dennis Weber (71.) und Engl (73.) jeweils einmal resolut klären mussten, fiel in der 75. Minute endlich das erlösende 1:0. Till Mosler wurde gefoult, aber der Referee entschied auf Vorteil für Uetersen: Kahnert drang über links in den Strafraum ein und schoss aus spitzem Winkel; Jensen wehrte den Ball noch ab, Pekdemir drückte ihn aus Nahdistanz über die Linie. „Dabei stand er klar im Abseits“, ärgerte sich 96-Coach Selcuk Turan, der von 2003 bis 2007 noch selbst für die Uetersener kickte, dass dieses Tor anerkannt wurde.

Als einzige Zuschauer bereits „Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey“ anstimmten, legten die Hausherren das 2:0 nach: Kouassis Kopfball lenkte Jensen an den Pfosten, von wo aus er in die Mitte rollte, wo ihn Philipp Ehlers aus Nahdistanz einschob. „Vorher war der Ball klar im Tor-Aus“, war für Turan auch dieser Treffer nicht regelkonform. Das Kreis-Derby war jedoch entschieden und als der ebenfalls eingewechselte Till Mosler von links eine Traumflanke schlug, gelang Philipp Ehlers per Kopf der 3:0-Endstand (87.). „Unter dem Strich hat Uetersen verdient gewonnen, auch wenn wir gut mitgespielt haben“, war Turans Fazit. Der TSV ist nun, wie schon am vierten Spieltag, wieder Spitzenreiter in der Landesliga!

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