zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

19. Oktober 2017 | 13:20 Uhr

Kriminalstatistik : Wieder mehr Sexualdelikte

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Verbrechens zu werden, ist in Elmshorn am größten. Das ist eines der Ergebnisse der Kriminalstatistik für 2014, die gestern der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Demnach passieren in Rellingen die wenigsten Straftaten. Im Ranking der Städte und Gemeinden des Kreises Pinneberg mit mehr als 10000 Einwohnern bildet die Kommune das Schlusslicht unter anderem hinter Pinneberg, Uetersen und Wedel auf den Plätzen zwei bis vier.

shz.de von
erstellt am 10.Mär.2015 | 21:39 Uhr

Insgesamt ist die Zahl der registrierten Straftaten gegenüber 2013 annähernd konstant geblieben, der rückläufige Trend der Vorjahre kam erstmals wieder zum Stillstand. „Wir haben im Kreis Pinneberg 20355 Straftaten erfasst, das sind 0,2 Prozent weniger als 2013“, sagte Ingo Minnerop, Leiter der Kriminalinspektion Bad Segeberg. Fast jedes zweite Verbrechen wurde aufgeklärt. „Die Quote liegt bei den Rohheitsdelikten wie Raub sogar bei 90 Prozent und bei den Kapitalverbrechen bei 80 Prozent. Das sind Zahlen, auf die wir stolz sein können“, sagte der Leiter der Polizeidirektion Bad Segeberg, Andreas Görs.

An der Spitze stehen die Diebstahls- und Vermögensdelikte, die zusammen mehr als 60 Prozent aller erfassten Straftaten ausmachen. Durch sie entstand 2014 im Kreis Pinneberg ein geschätzter Schaden von fast 40 Millionen Euro. Das sind 16 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor, was vor allem auf eine deutliche Steigerung der Wirtschaftskriminalität zurückzuführen ist. Dagegen ging die Zahl der Wohnungseinbrüche weiter zurück. „Diese Entwicklung ist ein Verdienst der Anstrengungen in den einzelnen Dienststellen, die offenbar nicht nur einen weiteren Anstieg verhindern, sondern eine Reduzierung auslösen konnten“, sagte Ingo Minnerop.

Die Zahl der im vergangenen Jahr verübten Kapitalverbrechen blieb mit neun Fällen annähernd konstant, ganz im Gegensatz zu den sexuell motivierten Straftaten. „Hier sehen die Zahlen nicht so gut aus, und das treibt uns um“, sagte Ingo Minnerop. Für 2014 weist die Statistik 37 Fälle von sexuellem Kindesmissbrauch (+6), 27 Vergewaltigungen (+3) und 37 Fälle von exhibitionistischen Handlungen (+11) aus. Die Aufklärungsquote ist vergleichsweise hoch, liegt bei knapp unter 80 Prozent. Bei den Sexualdelikten, in denen Kinder zu Opfern wurden, blieben fünf Taten unaufgeklärt. „Die Wahrscheinlichkeit einer Entdeckung ist in diesem Bereich relativ hoch“, so Ingo Minnerop.

Die Zahl der von Kindern, Jugendlichen und Heranwachsenden verübten Straftaten ist 2014 nach vier Jahren erstmals wieder gestiegen. „Aber wir verzeichnen hier immer noch den zweitniedrigsten Wert seit 2008“, sagte Andreas Görs. Dabei stellt die Gruppe der 14- bis 17-Jährigen die größte Tätergruppe. Sie tauchen vor allem im Zusammenhang mit Raubüberfällen auf offener Straße, Diebstahl, Sachbeschädigung und schwerer Körperverletzung in der Statistik auf. „Insgesamt aber leben die Menschen im Kreis Pinneberg sicherer als in anderen Gegenden des Landes“, sagte Görs.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert