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Die nächste, bitte! : Wieder ist eine Brücke so marode, dass sie dringend saniert werden muss

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wieder ist eine Brücke im Kreis Pinneberg so marode, dass sie dringend saniert werden muss. Dieses Mal trifft es die Stadt Tornesch. Betroffen ist das Bauwerk über den Ohrtbroockgraben an der südlichen Stadtgrenze. Die Brücke wird nun wahrscheinlich halbseitig gesperrt werden müssen.

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erstellt am 12.Mai.2017 | 16:10 Uhr

Tornesch | „Das sieht nicht gut aus.“ Mit diesen Worten hat Torneschs Bürgermeister Roland Krügel (CDU) während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses den Zustand der Brücke über den Ohrtbrookgraben beschrieben. Bedeutet: Das Bauwerk am Beginn des Wischmöhlenwegs im Süden der Stadt ist marode. Ob und in welchem Umfang die Brücke saniert wird, ist laut Verwaltung noch unklar. Sehr wahrscheinlich ist, dass es demnächst eine halbseitige Sperrung geben wird.

Der Ohrtbrookgraben bildet die Grenze zwischen den Städten Uetersen und Tornesch. Ein genauer Blick zeigt, dass die Rosenstadt erst hinter der Brücke beginnt. Wenige Meter, die allerdings einen gewichtigen Unterschied bedeuten und für die Stadt Tornesch nun teuer werden könnten. Denn sie ist für die Unterhaltung der Brücke zuständig, wie Stadt- und Kreisverwaltung auf Nachfrage bestätigten. Dafür erhalte die 13  000-Einwohner-Stadt allerdings finanzielle Unterstützung vom Kreis, wie Sylvia Köhn vom Bau- und Planungsamt erläutert.

Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Tornesch eine Brückenprüfung in Auftrag gegeben. Ergebnis: Es gibt Mängel, die bearbeitet werden müssen. Welche baulichen Maßnahmen konkret ergriffen werden, ist allerdings noch unklar. Eine Kostenschätzung erwartet Köhn Ende kommender Woche. Sehr wahrscheinlich ist, dass anschließend lediglich absolut notwendige Maßnahmen umgesetzt werden. Denn das Bauwerk ist Teil der Kreisstraße 22 und muss im Zuge des seit Jahren geplanten Straßenausbaus sowieso neu gebaut werden. Entsprechend spricht Köhn davon, die Brücke bis zum K22-Ausbau zu „retten“.

„Rettungspläne“ gibt es bereits. Laut Köhn sei eine halbseitige Sperrung der Strecke samt Ampelschaltung und Geschwindigkeitsbeschränkung eine Möglichkeit. Die Fahrbahneinengung würde das Bauwerk entlasten und zudem wohl am wenigsten Kosten verursachen, erläutert die Verwaltungsmitarbeiterin. Nach derzeitigem Stand könnte die halbseitige Sperrung frühestens im Juni eingerichtet werden. Die Maßnahmen werden übrigens „in jedem Falle mit dem Kreis Pinneberg abgestimmt“, wie Birgit Köhnke, Pressesprecherin des Kreises, sagte. Denn die Straßenbaulast für die K22 liege beim Kreis, so Köhnke.

Immer wieder hatten in den vergangenen Monaten und Jahren Berichte über marode Brücken für Schlagzeilen gesorgt. So musste erst vor wenigen Wochen die Klappbrücke in Uetersen knapp eine Woche lang für den Pkw-Verkehr gesperrt werden. Nicht mehr zu retten war die Brücke über die Krückau im Zuge der Wittenberger Straße in Elmshorn. Sie musste abgerissen werden und wird derzeit neu errichtet.

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