Fussball : Wieder 4:0 im Derby

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Als glühender Anhänger des 1. FC Köln weilte Ove Hinrichsen am Sonntag nicht im Volksparkstadion, als die Domstädter in der 1. Bundesliga ein 1:1-Unentschieden beim Hamburger SV erreichten. Stattdessen betreute der Trainer seine 1. Herren des Heidgrabener SV und feierte im Nachhol-Derby gegen die 2. Männer des FC Union Tornesch einen 4:0-Sieg. „Wir haben uns zunächst ganz schön schwer getan“, so Hinrichsen, der von einem „harten Stück Arbeit“ sprach, aber auch lobte: „Wir sind nach der Winterpause gut reingekommen!“ Dagegen ärgerte sich Eugen Knoll, neuer Chefcoach der FCU-Reserve: „Wir haben gut begonnen, dann aber gleich drei Geschenke verteilt!“

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08. Februar 2016, 20:40 Uhr

Schon in der siebten und achten Minute hatte HSV-Torjäger Philippe Schümann zwei gute Chancen, die Gäste-Torwart André Lambert aber stark vereitelte. „Darauf folgten ei- nige gute Angriffe von uns ‒ es ging hin und her“, berichtete Dirk Augustin, Pressewart der Tornescher, die sich in der 18. Minute einen katastrophalen Fehler leisteten: Die Heidgrabener Erkan Karakas und Dennis Malysz hatten im Zusammenspiel den Ball verloren, doch dann unterlief Gäste-Akteur Patrick Stahnke ein viel zu kurzer Rückpass; Philippe Schümann erreichte die Kugel und schoss zum 1:0 ein. Anschließend haderten die Tornescher mit Schiedsrichter Nicolas Pardon (SC Victoria), der ihnen nach einer „Prellbock-Aktion“ von HSV-Keeper Krystof Barth einen möglichen Elfmeter verweigerte.

Nach einer knappen Stunde bauten die Hausherren ihre Führung aus: Als es Philippe Schümann im Union-Strafraum mit gleich drei Torneschern aufnahm, kam er am ersten vorbei, ehe der zweite (Dennis Sannemann) ihn foulte; den fälligen Elfmeter verwandelte Tim Siebels zum 2:0 (58.). Das nächste „Geschenk“ der Gäste ließ nicht lange auf sich warten: Auch der eingewechselte Tomasz Koziol spielte einen zu kurzen Rückpass, den sich abermals Philippe Schümann erlief und auf 3:0 erhöhte (64.). Der Schiedsrichter-Assistent reklamierte „Abseits“, aber Pardon hatte richtig erkannt, dass der Ball von einem Tornescher kam.

Nachdem Dennis Sannemann die Gelb-Rote Karte bekommen hatte (86.), trug die Heim-Elf noch einen herrlichen Spielzug vor: Über Malysz, Alexander Martin und Tim Lübberstedt gelangte der Ball zu Tim Siebels, der nach einem Doppelpass mit Julian Hansen zwischen André Lamberts Beinen hindurch ins kurze Eck zum 4:0-Endstand vollendete. „Das war das schönste Tor des Tages“, jubelte Hinrichsen, dessen Team schon das Hinspiel zum Saisonstart im „Torneum“ mit 4:0 gewonnen hatte und nun auf Platz zwei in der Kreisliga 8 kletterte. Knoll gab zu: „Nach dem ersten Gegentor haben wir nicht mehr so gespielt, wie wir es uns vorgenommen hatten!“

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