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Politische Willensbildung : Wie wird Politik gemacht?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wie wird in einem Dorf eigentlich Politik gemacht? Auf diese Frage haben 15 Mädchen und Jungen aus der Jugendfeuerwehr Heist versucht, Antworten zu finden.

shz.de von
erstellt am 07.Dez.2011 | 21:08 Uhr

Zu einem Treffen mit den Nachwuchs-Blauröcken waren Herwigh Heppner und Robert Stubbe gekommen, der Vorsitzende und sein Stellvertreter des Ausschusses für Bau-, Umwelt- und Feuerwehrangelegenheiten.

Organisiert wird die Aktion vom Förderverein der Jugendfeuerwehr. „Wir wollen damit einen Beitrag zur politischen Bildung leisten“, erklärt Kay Lohse vom Förderverein. Zu einem ersten Treffen hatte man sich Bürgermeister Jürgen Neumann eingeladen. Der Christdemokrat regte an, dass sich die Jugendlichen mit der Arbeit in den Ausschüssen beschäftigen könnten. Und so nahm man sich das Gremium für Bau-, Umwelt- und Feuerwehrangelegenheiten vor. Den hatte man nicht ohne Grund ausgesucht. Derzeit wird dort über die Anschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeuges beraten, Kosten 348000 Euro. Und mit Robert Stubbe hatten sie einen Gast, der sich gut bei der Truppe auskennt, denn er gehört zur aktiven Wehr.

Einige Fragen stellten sich den Jungen und Mädchen nach dem Ausschussbesuch und mit denen konfrontierten sie die beiden Mitglieder der Freien Wählergemeinschaft Heist (FWH). Sie wollten wissen, wie man Kommunalpolitiker wird und wie man Informationen über die Arbeit der Politiker bekommt. Kräftig nachgefragt wurde bei den die Jugendlichen interessierenden Themen Skateranlage und Breitband. Einige Vorschläge hatte der Dorfnachwuchs zur Gestaltung des Dorfplatzes.

Seit 35 Jahren macht er Kommunalpolitik, erklärte Heppner, und er habe immer noch Spaß. Die Bereitschaft der Menschen, sich zu engagieren, sei jedoch gesunken. Zudem bemängelte er das mangelnde Interesse der Bürger an der Dorfpolitik. „Im Finanzausschuss wird über die Verwendung ihrer Gelder entschieden und die Menschen wollen es nicht verfolgen“, sagte er.

Heppner nutzte die Gelegenheit eines Hiebes gegen Bundes- und Landespolitiker. In Heist könne man nur das Geld ausgeben, dass man habe, erklärte er. In Berlin und Kiel sei das anders. Und er bemängelte die fehlende Unterstützung von Bund und Land.

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