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Uetersener Nachrichten

18. Dezember 2017 | 04:36 Uhr

Pfingsten : „Wie viel brauchst Du wirklich?“

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Eine beliebte Tradition zu Pfingsten ist der gemeinschaftliche Gottesdienst unter freiem Himmel am Elbdeich, die 1997 aus der Taufe gehoben wurde.

shz.de von
erstellt am 20.Mai.2013 | 21:15 Uhr

Auch in diesem Jahr hatten sich die evangelischen Gemeinden aus Appen, Haselau, Haseldorf/Hetlingen, Moorrege-Heist und Seester zusammengeschlossen, um das Fest zur Entsendung des Heiligen Geistes am Vormittag des Pfingstsonntag zu begehen. Zum ersten Mal hatten die Geistlichen dabei kein Glück mit dem Wetter: Da Petrus sich entschieden hatte, den Himmel mit Wolken zu verhängen, disponierten die Organisatoren der fünf Kirchengemeinden kurzerhand um und wichen vom Elbdeich auf das nahe gelegene Obstgut Deekenhörn aus.

Landwirt Georg Kleinwort stellte den Gläubigen seine Halle zur Verfügung, in der schnell Sitzgelegenheiten für die 150 Besucher geschaffen werden konnten. Im Laufe des knapp zweistündigen Gottesdienstes berichteten die Vertreter aller Gemeinden, Pastor Andreas-Michael Petersen, Sabine Koberg, Barbara Axt, Liv Schütt, Sönke Feddersen, Anja Eiffert, Bettina Feddersen und Pastorin Vivian Reimann-Clausen, von ihren Erlebnissen beim Kirchentag, der vor Kurzem in Hamburg stattgefunden hatte, und Themen wie Armut oder Inklusion, aber auch Glauben behandelte.

So war denn auch das Motto „Soviel Du brauchst“ Thema hinter dem Deich an der Elbe. „Haus, Kirche, Herz, Sonne und Taube – ist das, was Du meinst zu brauchen, auch wirklich das, was Du brauchst?“, fragte die Pastorin der Kirchengemeinde Moorrege-Heist, die gemeinsam mit ihrem Kollegen von der Haselauer und Hetlinger Gemeinde durch den Gottesdienst führte. Ein Dach über dem Kopf, eine Kirche, die verbindet, sowie die Liebe seien Geschenke Gottes. Aber auch unsere Umwelt, mit der verantwortungsbewusst umgegangen werden sollte, und Frieden gehörten zu den Gaben, so Pastor Andreas-Michael Petersen. Ganz aktiv wurden den gesamten Gottesdienst über die Besucher eingebunden. Sei es, dass Männer und Frauen einander Psalme aus der Bibel vorlasen, oder aber kräftig mitgesungen wurde, wie bei dem plattdeutschen Lied „Allens, wat du bruukst“. Sönke Feddersen aus Seester übernahm die Verlesung der Pfingstgeschichte, „Manna und Wachteln“, die den Auszug des israelischen Volkes aus Ägypten beschreibt. Bei ihrem Weg durch die Wüste bekamen die Menschen immer gerade genug, um den Tag zu überstehen – soviel sie gerade brauchten. Anschließend kam auch Bewegung in die Gottesdienst-Gemeinde: Gemeinsam bildeten die Christen auf dem Hof des Obstgutes Deekenhörn einen großen Zirkel, um anschließend das Abendmahl zu empfangen. Dies wurde von allen Pastorinnen und Pastoren der teilnehmenden Gemeinden verteilt. „An Pfingsten das Abendmahl zu feiern, lässt uns von der Kraft Gottes schmecken“, so Vivian Reimann-Clausen. Kraft und Gemeinschaftsgefühl sollen auch die Konfirmanden-Freizeiten schaffen, somit wurde die Kollekte aus dem Pfingstgottesdienst am Sonntagvormittag für die Jugendlichen aller Gemeinden und ihren Freizeitaktivitäten bestimmt. Gemütlich standen die Besucher nach dem Gottesdienst noch zusammen, um bei Kaffee und Kuchen zu klönen.

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