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Nachtragshaushalt : Wie lange sprudelt die Steuer?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„Sehr positiv“ hat sich der Haseldorfer Haushalt entwickelt, erklärte der Finanzausschussvorsitzende Thomas Hölck während der jüngsten Gemeindevertretersitzung. „Erheblich erhöhte Gewerbesteuereinnahmen“ sind dafür verantwortlich, berichtete er bei der Vorlage des ersten Nachtragshaushaltes. Zu erwarten gewesen war diese Steigerung nicht, sagte der Genosse.

shz.de von
erstellt am 09.Okt.2013 | 19:32 Uhr

Mit Einnahmen von 192000 Euro hatten die Politiker ursprünglich rechnen können. Nun kam die gute Nachricht aus der Uetersener Kämmerei von einer Steigerung von 238000 Euro bei der Gewerbesteuer.

Folge: War die Kommune noch mit einem Minus von 135000 Euro in das aktuelle Haushaltsjahr gestaltet, so konnte das Zahlenwerk nunmehr fast ausgeglichen werden. Lediglich ein Defizit von 14200 Euro lastet auf dem Etat 2013. Einige kleinere Mehrausgaben mussten ferner mit dem ersten Nachtrag eingearbeitet werden. Während die Gemeinde nun 1,939 Millionen Euro ausgeben will, wird mit Einnahmen von 1,925 Millionen Euro gerechnet.

Hölck machte sich die Warnung der Uetersener Verwaltung zu eigen, die davon ausgeht, dass in den Folgejahren nicht mit ähnlichen Steigerungen bei der Gewerbesteuer zu rechnen ist. „Zudem drückt die Gemeinde eine erhebliche Schuldenlast“, erklärte der Finanzausschussvorsitzende. Es sei also dringend notwendig, mittelfristig die Konsolidierung des Haushaltes nicht aus den Augen zu verlieren.

So wollte das Bürgermeister Uwe Schölermann nicht stehen lassen. „Wir hoffen auf das nächste Jahr“, sagte er. Dass die Gewerbesteuereinnahmen ähnlich wie 2013 sprudeln könnten, dafür fand der Christdemokrat eine ganz eigene Begründung. „Die Große Koalition in Berlin wird die Weichen stellen“, steht für Schölermann fest.

Ein paar Eventualitäten hatte die Uetersener Verwaltung den Politikern aufgelistet, nach denen die gute Nachricht aus diesem sich in eine schlechte im kommenden Jahr wenden könnte. So ist es möglich, dass Haseldorf zu Erstattungen bei der Gewerbesteuer verpflichtet wird. Zudem führt die verbesserte Einnahmesituation dazu, dass mehr Kreis- und Amtsumlage gezahlt werden muss.

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