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Chancen und Risiken des WWW : Wie Kinder im Internet sicher surfen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Fast alle Schüler in Deutschland leben in Haushalten mit Internetzugang. Etwa zwei von drei Kindern im Alter von sechs bis 13 Jahren greifen darauf auch zu. Das geht aus der KIM- (Kinder + Medien, Computer + Internet-) Studie 2012 des Medienpädagogischen Forschungsverbands Südwest hervor.

shz.de von
erstellt am 05.Jul.2013 | 21:00 Uhr

Welche Chancen bietet das Internet Kindern? Wie können Eltern sie vor Gefahren schützen? Darüber sprachen Andreas Susczyk vom Team der Arbeiterwohlfahrt für Schulische Gewaltprävention Uetersen-Tornesch und Tabea Kinski von der Ambulanten und Teilstationären Suchthilfe (ATS) Tornesch-Uetersen an der Grundschule Birkenallee (wir berichteten).

Die Chancen des Internets entdecken Kinder meist von selbst. Es bietet ihnen einen schnellen Zugriff auf Informationen. Rasch stellen sie fest: „Ich kann neue Kontakte knüpfen und mir im Internet ein anderes Image aufbauen, als ich es in der Realität habe“, so Susczyk.

Problematisch seien pornografische und rechtsextreme Inhalte sowie Belästigungen in Chats. Einige Vorkehrungen dagegen können Eltern aber kostenlos und schnell vornehmen. Susczyk empfahl, auf google.de und youtube.de jeweils am unteren Seitenende Sicherheitseinstellungen zu aktivieren. Suchmaschinen wie blinde-kuh.de und fragfinn.de liefern ausschließlich kindgerechte Ergebnisse. Die Telekom und der Verein JusProg bieten Filter-Software an. Am wichtigsten aber: „Helfen Sie Ihrem Kind beim Suchen“, so der Pädagoge.

Diese Empfehlung gilt umso mehr beim Chatten. „Auch Kinder in der vierten Klasse chatten“, berichtete Susczyk. Eltern sollten sie dabei begleiten. Das beginnt bei der Auswahl des Anbieters. Kriterien eines kindgerechten Chats seien Öffnungszeiten, ein Notfall-Button, ein Hilfebereich und die Überwachung durch Moderatoren, die sich mit Bild vorstellen. Der Betreiber sollte weder Gastnutzer noch das Gespräch in nicht überwachten Chat-Räumen zulassen.

Darüber hinaus sollten Eltern Regeln vermitteln: „Kinder müssen im Chat nicht jede Frage beantworten“, so Susczyk. Bei Auffälligkeiten sollten die Erwachsenen das Chatprotokoll ausdrucken und sich beim Betreiber melden. „Auf keinen Fall mit dem Chatpartner treffen, Ausnahme: Ein Erwachsener ist dabei“, betonte Susczyk. Vor dem Treff an neutralem Ort sollten die Chatpartner aber unter Aufsicht miteinander telefonieren.

Grundsätzlich empfahl Susczyk: „Zeigen Sie Neugier. Lassen Sie Ihre Kinder zu Experten werden. Legen Sie Regeln zur Nutzung fest. Seien Sie Vorbild.“ Weitere Hilfen unter chatten-ohne-risiko.net und klicksafe.de sowie bei der ATS Suchtberatungsstelle Tornesch-Uetersen, Telefon 04122/960040.

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