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Übergabe des Ludwig-Meyn-Gymnasiums : Wie kann man sich so verrechnen?

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Warum hat sich der Kreis beim Thema „Übergabe des Gymnasiums an die Stadt Uetersen“ verrechnet? Wie kann es sein, dass die Umbaukosten für zwei Fachräume, die Gegenstand des Mediationstermines waren (160000 Euro), plötzlich um 90000 Euro gestiegen sind? Warum bewertet der Kreis Mobiliar (Mobilien) jetzt als zum Gebäude gehörig? Nur weil diese am Boden verschraubt und so zu „Immobilien“ geworden sind? Die Möbel für besagten Chemieraum und das Sprachlabor haben nach UeNa-Informationen 100000 Euro gekostet.

shz.de von
erstellt am 13.Dez.2011 | 21:41 Uhr

Der Kreis hat gestern detailliert Stellung genommen und deutlich gemacht, dass er den Vorwurf aus Uetersen nicht nachvollziehen kann. „Wir haben uns nicht verrechnet“, rechtfertigte Kreis-Pressesprecher Marc Trampe, gestern das Nachfordern seiner Behörde. „Die Summen in dem Papier des Mediators (Segebergs Kreispräsident Winfried Zylka, Anm. d. Red.) konnten zum Zeitpunkt des Zusammentreffens nur Kostenschätzungen sein.“ Darauf habe der Landrat auch während des Schlichtungsversuchs immer wieder hingewiesen. „Wir haben nun realistische Zahlen vorliegen, sodass die Kosten für den Ausbau des Sprachlabores nicht mehr 90000, sondern rund 180000 Euro betragen. Und: Beide Seiten hätten sich in Anwesenheit des Mediators dahingehend geeinigt, nur Werte zu berücksichtigen, die eine Zukunftsinvestition darstellten. Das Mobiliar (die besagten 100000 Euro) stelle eindeutig eine Investition in die Zukunft dar, so Trampe. Streitig zwischen Kreis und Stadt sind gegenwärtig somit insgesamt 190000 Euro. Sehr unwahrscheinlich ist es daher, dass sich beide Seiten noch in diesem Jahr einigen werden, dass also ein Eigentümerwechsel beim Gymnasium zum 1. Januar 2012 erfolgen kann. Es sei denn: Die monetäre Komponente wird vom eigentlichen Verfahren abgekoppelt, und beide Seiten verständigen sich darauf, diese Angelegenheit separat zu verhandeln. Nächste Kreistagssitzung nach der Sondersitzung am 21. Dezember (dabei geht es um den Verkauf des alten Kreistagsgebäudes in Pinneberg) ist am 25. Januar. Nächste Ratssitzung in Uetersen ist im März. Spätestens dann könnte das Thema erledigt sein. Zwischenzeitlich wird es nach UeNa-Informationen weitere Gespräche zwischen Kreis und Stadt geben können, weil Bürgermeisterin Andrea Hansen von der Ratsversammlung mit einem entsprechenden Mandat ausgestattet wurde. Konkrete Inhalte dieses Mandates sind nicht bekannt.

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