zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

16. Dezember 2017 | 01:01 Uhr

Bürgerprotest : Widerstand gegen den Windpark

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die geplante Erweiterung des Uetersener Windparks ruft unterschiedliche Reaktionen bei den Nachbarn hervor.

shz.de von
erstellt am 25.Nov.2011 | 20:19 Uhr

In Neuendeich möchte die Gemeindevertretung ein Fläche an der Grenze zur Rosenstadt für Windkraft ausweisen. Der Park könnte so auf das Gebiet der 500-Seelen-Gemeinde ausgedehnt werden.

Wie Neuendeich war früher auch Groß Nordende gegen die Nutzung der regenerativen Energie. Eine Gruppe von Bürgern habe die jüngste Bauausschusssitzung genutzt, um ihre Ablehnung der Erweiterungspläne zu bekunden, erklärte der Ausschussvorsitzende Dennis Moschik (Alte Kommunale Wählergemeinschaft, AKWG) während der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Unter den Groß Nordendern, die ihren Unmut im Bauausschuss äußerten, waren auch Mitglieder der Bürgerinitiative, die 2000 und 2001 gegen den Bau der Anlage mobil gemacht hatten.

Moschik wies darauf hin, dass Groß Nordende auf seinem Gemeindegebiet keine Flächen für Windräder ausgewiesen hat, obwohl dies möglich gewesen wäre. Bürgermeisterin Ute Ehmke (Gemeinschaft unabhängiger Bürger, GuB) erklärte während der Gemeindevertretersitzung in der ehemaligen Schule, dass die Bedenken der Bürger aufgenommen und mit einem Schreiben nach Kiel transportiert wurden. Der Bauausschuss hatte diese Vorgehensweise beschlossen. Bis zum 15. November mussten die Kommunen neue Eignungsgebiete für die Windenergienutzung an das Land melden. Im Kieler Innenministerium wird derzeit beraten.

In dem Schreiben heißt es, dass die Gemeinde die Befürchtungen der unmittelbar betroffenen Einwohner auf der Westseite der Dorfstraße teilt. Sollte das Innenministerium zu dem Schluss kommen, dem Wunsch Uetersens zu folgen und die Windenergie-Regionalpläne zu überarbeiten, erwarten die Groß Nordender eine Beteiligung an dem Verfahren.

Aber nicht nur die Gemeinde, auch die Bürger sollen die Möglichkeit bekommen, sich zu den zu überarbeitenden Plänen zu äußern. „Bisher wissen wir nur aus den Uetersener Nachrichten, was in der Stadt geplant wird“, sagt Ute Ehmke. Die Bürgermeisterin verweist auf die frühere Beschlusslage in der Rosenstadt, wonach der Windpark nicht erweitert werden soll.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert