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Uetersener Nachrichten

24. August 2017 | 12:51 Uhr

Suchtberatung : Wichtige Arbeit vor Ort

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Im vergangenen Jahr bestand die Suchtberatungsstelle Tornesch-Uetersen zehn Jahre. Auf Grundlage der Finanzierung durch den Kreis, unterstützt mit kommunalen Mitteln sowie Mitteln des Landes Schleswig-Holstein führte der Landesverein für Innere Mission als Träger der Einrichtung die Arbeit der Suchtberatungsstelle für die Versorgungsregion „Mitte“ im Kreis Pinneberge fort und ergänzte sie um spezifische Angebote.

Die von Dr. Hans-Jürgen Tecklenburg, Leiter der Suchtberatungsstelle der Ambulanten und Teilstationären Suchthilfe (ATS) des Landesvereins für Innere Mission in Schleswig-Holstein, vorgelegten Zahlen für 2010 verdeutlichen, dass die Beratungsnachfrage erneut gestiegen ist und sich im Vergleich zum Jahr 2001 verdreifacht hat. 2010 nahmen 404 Personen Gesprächskontakt mit Mitarbeitern der Suchtberatungsstelle auf, 2009 waren es 338 Personen, 2001 126 Personen. Nicht mitgezählt in dieser Statistik seien Personen, die ausschließlich eine telefonische Beratung genutzt haben. Die Beratungsmöglichkeiten in den Räumen der Suchtberatungsstelle am Bahnhofsvorplatz sowie einmal wöchentlich im Uetersener Martin-Luther-Haus wurden im vergangenen Jahr von 228 Betroffenen und 176 Angehörigen wahrgenommen.

Nach wie vor steht Alkohol als Hauptursache für Beratungsnachfragen an erster Stelle. Im vergangenen Jahr waren es 151 Betroffene (66 Prozent der Klienten) und 118 Angehörige (67 Prozent). Illegale Drogen (40 Betroffene; 23 Angehörige) nehmen in der Statistik der Verteilung der Suchtproblematiken den zweiten Platz ein. An dritter Stelle steht Spielsucht (18 Betroffene, sechs Angehörige). Andere Suchtproblematiken verteilen sich auf Medikamentensucht (vier Betroffene; fünf Angehörige), Nikotinsucht (vier Betroffene, acht Angehörige), Essstörungen (drei Betroffene, zwei Angehörige) und Sonstiges (acht Betroffene und 14 Angehörige). Spielsucht sei ein Problem, das immer mehr Menschen, die „mitten im Leben stehen“ , betreffe, so Dr. Hans-Jürgen Tecklenburg. In der Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit der Suchtberatungsstelle nimmt daher diese Suchtproblematik einen hohen Stellenwert ein. Bei der Präventionsarbeit mit Kindern und Jugendlichen geht es hierbei besonders um den Umgang mit Computer- und Glücksspielen.

4570 Kinder und Jugendliche an Schulen in Uetersen, Tornesch, des Amtes Moorrege und des Amtes Haseldorf wurden durch Präventionsprojekte der Suchtberatungsstelle Tornesch-Uetersen im vergangenen Jahr erreicht. Inhaltlich wurden von der Beratungsstelle zu den Themen „Sucht allgemein“, „Lebenskompetenzförderung“, „Legale Suchtstoffe“, „Illegale Suchtstoffe“ und „Alltagssüchte“ für Schulen, Jugendeinrichtungen, Vereine, Betriebe und die Öffentlichkeit suchtpräventive Projekte entwickelt und durch Projekttage, Info-Veranstaltungen, Elternabende, Lesungen, Vorträge und Seminare umgesetzt. Zu den Themen „Neue Medien“ und „Mediensucht“ wurde das Projekt „Schattentheater“ durch die Beratungsstelle auch für den Grundschulbereich adaptiert.

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erstellt am 30.Mai.2011 | 23:03 Uhr

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