Identifizierung : Wichtige Arbeit

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70 Jahre galt der Vater von Karin Sievers, Max Ziemus, als verschollen. Geboren am 11. Dezember 1913 in Tilsit fiel er als Soldat der Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges an der Ostfront, konnte jedoch nie gefunden werden.

shz.de von
25. Juni 2015, 17:30 Uhr

Erst jetzt gelang es dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Max Ziemus zu identifizieren. Der Uetersenerin wurde das kürzlich schriftlich mitgeteilt. Demnach wurde ihr Vater in Brünn (Brno) in Tschechien begraben, mit 9000 weiteren Kriegstoten. Alle Gräber der Identifizierten sollen mit Grabkreuzen gekennzeichnet werden.

Für Rita Sievers ist die Tätigkeit des Volksbundes ein Segen, denn die Ungewissheit über den Verbleib ihres Vaters gehöre Dank des beharrlichen Tuns nun der Vergangenheit an. Die Bedeutung der Kriegsgräberfürsorge auch 70 Jahre nach Ende des Krieges werde durch solche Nachrichten deutlich, sagt Karin Sievers. Sie wurde bereits zu einer Gedenkveranstaltung im September eingeladen. Während dieser soll an die in Brünn bestatteten Soldaten erinnert werden.

„Mein Vater wäre in diesem Jahr 102 Jahre alt gewesen. Ich bin so froh, jetzt zu wissen, wo er seine letzte Ruhe gefunden hat“, sagt Rita Sievers, die im Herbst nach Tschechien fahren möchte.

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