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Uetersener Nachrichten

24. August 2017 | 09:10 Uhr

Infrastruturprojekt : Westumgehung wird gebaut

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Es ist eines der Infrastrukturprojekte, von denen sich Befürworter einen Schub für die gesamte Stadt erhoffen, vor allem aber für die Wirtschaft. Mehr als 30 Jahre nach Beginn der Planungen hat Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer gestern mit einem symbolischen Spatenstich den Bau der Pinneberger Westumgehung begonnen. Die 2,9 Kilometer lange Trasse führt von der Autobahn 23 über die Elmshorner Straße, am Rande der Gemeinde Prisdorf entlang bis hin zum Kreisverkehr Westring/Wedeler Weg.

Meyer erinnerte in seiner rede an den langen und schwierigen Planungsprozess und mahnte die zügige Umsetzung und damit die Nutzung aller zur Verfügung stehen Mitteln an. Die Förderzusage des Landes stammt aus dem Jahr 2012, die Gelder verfallen 2019.

„Nachdem die Umgehung durch zahlreiche Proteste und Klagen sowie veränderte rechtliche Rahmenbedingungen in den vergangenen Jahren immer wieder zurückgeworfen wurde, drücken wir der Stadt die Daumen, dass sie nun auch den Nordabschnitt zu einem guten Ende bringen wird“, sagte der Minister.

Pinnebergs Bürgermeisterin Urte Steinberg hält die Westumgehung für alternativlos im Bemühen um eine schnellere Entwicklung der Stadt und eine Steigerung der Lebensqualität der Bürger. „Sie führt zu erheblichen Verkehrsentlastungen der Innenstadt, neue Gewerbegebiete in Pinneberg-Nord können erschlossen werden und die Anwohner mehrerer Hauptverkehrsstraßen werden von Verkehrslärm und Abgasen entlastet“, sagte sie. Die Westumgehung werde aus Pinneberg bald nicht mehr wegzudenken sein, so Steinberg.

Seit den 1980er Jahren haben Gegner und Befürworter des Projekts zum Teil heftig über die Realisierung gestritten. 2002 entschied sich die Stadt, den dritten Bauabschnitt frühzeitig und mit Hilfe privater Investoren zu realisieren. Grund war die Erschließung des Wohngebietes Rosenfeld. Die beiden verbleibenden Abschnitte sollen nun bis 2018 erstellt werden.

Gesamtkosten: etwa 29 Millionen Euro. 75 Prozent der Kosten trägt das Land.

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erstellt am 11.Dez.2015 | 19:07 Uhr

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