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Integration am Gymnasium : Wertschätzung ist sehr wichtig

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Ideallinie zu finden und dann in der Spur zu bleiben, gelingt selbst Spitzensportlern nicht immer. Ein gutes Beispiel dafür sind die Olympischen Winterspiele im russischen Sochi. Nicht immer setzen sich die Favoriten dabei durch, und oft wird der kürzeste Weg zum Erfolg verlassen.

Wenn es nicht einmal die „Cracks“ schaffen, wie soll es dann dem „normalen“ Menschen gelingen, stets in der Spur zu bleiben?

Auch am LMG hat die Lehrerschaft festgestellt, dass immer mehr heterogene Gruppen das Gymnasium erreichen. Kinder also, die individuelle Ansprachen benötigen. Aber alle würden nach dem Lehrplan eines G8-Gymnasiums unterrichtet, so Hans-Jürgen Brede, der Orientierungsstufenleiter am LMG.

Vor etwa 200 Eltern von Kindern der vierten Klassenstufe informierten Brede sowie Schulleiter Alexej Stroh am Montagabend über das Anforderungsprofil eines Gymnasiums, das in acht Jahren zum Abitur führt. Sie stellten den Fächerkanon vor, die Arbeits-Schwerpunkte an der Schule, die Möglichkeiten schon für Fünftklässler, Selbstständigkeit und Interesse zu bekunden sowie den Alltag am LMG, der schon von der fünften Klassenstufe an von einem langen Nachmittag begleitet wird. Die beiden Pädagogen informierten die Eltern aber auch darüber, dass nach den Sommerferien mit einem Integrationskonzept der besonderen Art begonnen werden soll. Erstmals werden am LMG dann drei Kinder beschult, bei denen ein Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ diagnostiziert wurde und die bislang am Förderzentrum an der Birkenallee unterstützt wurden.

Die Integration in die fünfte Klassenstufe bringt diesen Kindern Wertschätzung entgegen. Möglicherweise fördert diese die nachholende Entwicklung. Bei diesen Kindern geht es nicht darum, das Abitur zu schaffen, sie werden weiter individuell gefördert. Da sie aber sehr gute Fortschritte gemacht hätten, wie Bettina Michaelsen, kommissarische Leiterin der Geschwister-Scholl-Schule, den Eltern erklärte, seien sie am LMG sehr gut aufgehoben. Die Lehrerkonferenz habe sich, informierte Alexej Stroh, für diesen Integrationsversuch ausgesprochen, seitens des Ministeriums erhalte man die notwendigen Ressourcen, „von denen auch Ihre Kinder profitieren können“, so der Schulleiter an das Auditorium. Eine zweite Lehrkraft in der Klasse könne alle Schüler fördern. Stroh warb bei den Eltern dafür, sich dieser Integrationsklasse zuzuwenden und zu bekunden, dass ihre Kinder dort beschult werden sollen.

Der sehr informative Vortragsabend endete mit dem Austeilen von Gutscheinen. Eltern durften diese mit nach Hause nehmen, um sie dort ihren Kindern zu überreichen. Die Viertklässler, die im Besitz eines solchen Papiers sind, dürfen am Sonnabend an einer Schnupperstunde am Gymnasium teilnehmen. Im Rahmen des Tages der offenen Tür in der Zeit von 9 bis 12 Uhr.

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erstellt am 11.Feb.2014 | 22:54 Uhr

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