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Kooperation zwischen Kaserne und Golfclub : Wertschätzung für Soldaten

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Golf ist alles andere als ein Altherrensport. Stefan Vehring, Spieß im Stab an der Unteroffizierschule der Luftwaffe (USLw), weiß das. Denn er ist selbst Golfer und bezeichnet das Spiel mit dem kleinen, weißen Ball als zweitschwerste Sportart überhaupt, nach dem Stabhochspringen. Die technischen Anforderungen beim Golf seien hoch. Das merke der, der versuche, einem Ball, eine ganz bestimmte Richtung zu geben, sehr schnell. Zudem sei Golf eine Fitness-, Konzentrations- und Charakterschule, biete also alles, sagt Kommandeur Oberst Markus Kurczyk, was ein Soldat für seinen Beruf benötige. Der Golfsport sei ein Gesundheitsmanagement für Seele, Geist und Körper. Kurczyk ist ebenfalls bekennender Golfspieler.

Noch besser als die beiden USLw-Soldaten kennt sich Dedlef Hillmer, Leiter des Sportzentrums an der Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr in Hamburg, im Bereich des Golfsports aus. Früher war er Sportlehrer an der USLw. Golf ist ein Geduldsspiel, in dem das Versagen so beständig ist wie Demut notwendig. An jedem Fehlschlag ist der Spieler alleine Schuld, kein Team, kein Mitspieler kann als Buhmann herangezogen werden. Diese Erkenntnisse ließen den Kommandeur zum Schluss kommen, dass Golf ein guter Sport oder ein Ausgleich für Soldaten sei. Nun ist die Marseille-Kaserne umzingelt von guten Golfplätzen. In einer Art Casting wurden daher alle nach Vorgabe bestimmter Kriterien getestet. Das Auswahlverfahren wies den Golfclub (GC) Gut Haseldorf in Haselau als Sieger aus. Gespräche, mit dem Ziel, das Golfen für junge Lehrgangsteilnehmer zu öffnen und ihnen auch besondere Anreize zu geben, schlossen sich an. Der Oberst und Wolfgang Prozies, Geschäftsführer des GC, waren sich schnell einig und freuen sich nun über das zukünftige „Zusammenspiel“. Vereinbart wurde eine Partnerschaft, die gestern, mit der Übergabe eines sichtbaren Zeichens (Schild) besiegelt wurde.

Unter dem Motto „Mach, was wirklich zählt“, soll schon in naher Zukunft so einiges geschehen. Dem Spieß, dem unter anderem das Freizeitbüro in der Kaserne unterstellt ist, wurden 50 Gutscheine für einen Schnupperkurs ausgehändigt. Die nachbarschaftliche Zusammenarbeit soll darüber hinaus auf ein breites Fundament gestellt werden. So soll es Trainereinsätze vom GC in der Kaserne sowie auf dem Golfplatz geben. Zum Nulltarif sollen Soldaten während ihrer Dienstzeit (Sportunterricht) in Haselau trainieren können, zum Vorteilspreis außerhalb dieser Pflichtstunden.

Schon jetzt steht fest: Im Sommer dieses Jahres wird es ein gemeinsames Golfturnier geben. Die Beteiligten fassen die vielen guten Gründe für Soldaten, Golf zu spielen, wie folgt zusammen: „Durch die erforderliche Konzentration lässt Golf wunderbar geistig entspannen. Es ist der ideale Sport zur Erholung von den Sorgen des Alltags.“

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erstellt am 25.Feb.2016 | 21:34 Uhr

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