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Hallenfußball : Werbung für den Frauenfußball

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Mancherorts wird der Frauenfußball noch immer belächelt. Doch wer am Sonnabend in der Neuen KGST-Halle weilte, sah beim „2. Hallenturnier der FCU-Frauen“ 24 interessante Duelle, schnelle Spielzüge, technische Kabinettstückchen und insgesamt 85 Tore, was einen Schnitt von über dreieinhalb Treffern pro zwölfminütiger Partie ergab – das war beste Werbung für den Frauenfußball!

shz.de von
erstellt am 30.Dez.2012 | 19:09 Uhr

Die Frauen des FC Union Tornesch starteten mit einem 2:2 gegen TuRa Meldorf ins Turnier. Alina Stein und Kira Möller trafen dabei für die Gastgeberinnen, die danach die SG Langenhorn/Enge-Sande mit 3:1 schlugen. Nach zwei Stein-Toren verkürzten die Gäste aus Nordfriesland, doch Anna-Lena Kölln machte mit dem 3:1 alles klar. Dann kam es zum mit Spannung erwarteten Duell mit den Frauen des Hamburger SV, die Turnier-Favorit waren und mit einigen Spielerinnen anreisten, die bereits in der Vorsaison, als der HSV noch in der 1. Bundesliga kickte, im Kader waren. Die Tornescherinnen spielten sehr konzentriert: „Wir haben nicht eine einzige klare Torchance des Gegners zugelassen“, lobte FCU-Co-Trainer Mahdi Habibpur. Nach einem Kölln-Pass war es Kirstin Mangold, die volley zum umjubelten 1:0 vollstreckte. Dabei blieb es bis zum Ertönen der Schlusssirene Bestand und die Stimmung in der Halle kochte über ...

Nun hätte den FCU-Frauen in ihrem letzten Gruppenspiel gegen FTSV Komet Blankenese bereits ein Remis zum Einzug ins Halbfinale genügt. Es wurde aber sogar ein 8:1-Kantersieg (und damit das höchste Ergebnis des gesamten Turniers), den Stein (drei Tore), Kira Möller und Juliane Dorothee Adler (jeweils zwei) sowie Josefin Lutz herausschossen. Im Halbfinale trafen die Tornescherinnen auf den Regionalligisten TSV Eintracht Immenbeck, der einfach abgeklärter war und vollkommen verdient mit 2:0 die Oberhand behielt.

Im Spiel um den dritten Platz ging es erneut gegen Meldorf. Einem 0:1-Rückstand glich Lutz zum 1:1 aus, so dass es ins Neunmeterschießen ging. Hier verwandelten Kölln, Lutz und Kira Möller. Stein zielte vorbei und Sarah Büscher scheiterte an der TuRa-Torhüterin (die später zur besten Torfrau des Turniers gewählt wurde), so dass Tornesch mit 4:5 verlor, obwohl auch die neue FCU-Keeperin Franziska Kielack einen Neunmeter abwehrte. Das Finale gewann Immenbeck ebenfalls im Neunmeterschießen gegen den SV Henstedt-Ulzburg. Jubeln konnte aber auch Stein, die Torschützenkönigin wurde.

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