Windpark Uetersen : Wer wird hier der neue Herr?

Es ist etwas ruhiger geworden um den Windpark Uetersen. Erweitert werden kann die Eignungsfläche wohl vorerst nicht. Und auch von einem Repowering ist derzeit nichts mehr zu hören. Was macht der Bieterwettstreit? Auch dieses Thema ist raus aus den Schlagzeilen

shz.de von
09. Oktober 2012, 21:46 Uhr

Doch mitnichten ist dieses Thema beendet. Planet Energy und Hamburg Energie im Verbund der Stadtwerke Uetersen sind weiter mit den Eigentümern des Windparks im Gespräch. Planet Energy hat seine Kaufzusage über den 30. September hinaus inzwischen sogar verlängert. Eigentlich beabsichtigte die Greenpeace-Tochter, bis zu diesem Datum 75 Prozent aller Anteile gekauft zu haben. Doch, so sagte Geschäftsführer Nils Müller, bereits im August im UeNa-Gespräch, man werde sich (notfalls) auch mit weniger Anteilen zufriedengeben. Und was macht Hamburg Energie, mit denen die Stadtwerke Uetersen um die Anteile bieten? Nach UeNa-Informationen haben die Hamburger bereits 15 Prozent gekauft beziehungsweise für sich reservieren können.

Zur Erinnerung: Planet Energy bietet jedem Kommanditisten 120 Prozent seiner Einlage plus 30 weitere Prozent davon, wenn repowert werden kann. Hamburg Energie hat sogar 130 Prozent vom damaligen Kaufpreis angeboten, plus 35 Prozent bei einem Ausbau des Windparks. Und dann gibt es noch die Kommanditisten, die gesagt haben, dass es Quatsch sei, jetzt zu verkaufen. Schließlich habe man bereits 2010 in Aussicht gestellt bekommen, dass demnächst eine Rendite von 30 Prozent auf das eingesetzte Kapital realisiert werden könne. Und die will man sich nicht entgehen lassen.

Es ist also nur nach außen hin ruhig geworden um den Uetersener Windpark mit seiner Maximalleistung von 7,8 Megawatt pro Stunde (10455 PS). Intern „brodelt“ es weiter, wird um jedes Prozent gefeilscht.

Unabhängig davon wird in Uetersen derzeit auch die Frage gestellt, ob die bestehende Eignungsfläche auch unabhängig eines Repowerings optimiert werden kann. Nach UeNa-Informationen ist noch Platz für zwei 1,3-Megawatt-Anlagen (baugleich mit dem vorhandenen Typ).

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