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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 00:52 Uhr

Bauausschuss : Wer wird heute Abend strahlen?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Heute Abend soll eine Entscheidung fallen. Wer bekommt den Zuschlag? Wer darf an der Reeperbahn bauen? Ist es die Firma Noah? Wird Klaus Lübbert der Zuschlag erteilt? Oder Maik Timm? Darf Theodor Semmelhaack seine große Lösung verwirklichen?

shz.de von
erstellt am 04.Dez.2013 | 19:32 Uhr

Auch einen Tag vor der Sitzung gab es gestern keine Mehrheiten für eines der vier Konzepte. Nur eine Aussage eint CDU, BfB und Bündnis90/Die Grünen: Sie lehnen die Verdichtung in dem Quartier, so wie sie Firma Semmelhaack plant, ab. Alleine die SPD findet Gefallen an dem Konzept des Elmshorners. Nach Worten von Ingo Struve stößt die Absicht Semmelhaacks, sozialen Wohnungsbau im Quartier zu verwirklichen, nach wie vor auf Gegenliebe. Bezahlbaren Wohnraum benötige man weiterhin in Uetersen, machte der Fraktionschef im UeNa-Gespräch deutlich. Einen gewissen Charme habe auch die Idee, nach der das gesamte Wohngebiet über ein Blockheizkraftwerk mit Strom und Wärme versorgt werden soll.

Natürlich müsse man sich hinsichtlich eines Verkehrskonzepts Gedanken machen. Semmelhaack plant auf einer Fläche von 1,1 Hektar (Reeperbahn- und Krankenhausgrundstück an der Bleekerstraße). Ob es tatsächlich so viele Autos würden, lasse er erst einmal offen, so Struve.

Eine Verdichtung à la Semmelhaack kann sich Andreas Stief nicht vorstellen. Der CDU-Fraktionsvorsitzes sagte, dass man sich mit der Art der Bauweise sowie der Stärke der Verdichtung auseinandergesetzt habe und zum Schluss gekommen sei, dass Klaus Lübbert diesbezüglich das beste Konzept eingereicht habe. Er wolle die wenigsten Wohnungen auf dem Reeperbahngrundstück – und nur darum gehe es erst einmal – errichten, plane als einziger Tiefgaragen, und das führe zur geringsten Verdichtung. Sozialer Wohnungsbau wäre an einer solch’ exponierten Lage völlig falsch.

Die Grünen bezweifeln zunächst einmal, dass die Höhe des Kaufpreises für das 3000 Quadratmeter große Reeperbahngrundstück ausgereizt ist. Semmelhaack bietet 160 Euro/Quadratmeter, die anderen 150 Euro/Quadratmeter. Da geht doch noch was? Vielleicht, so Fraktionsmitglied Bernd Möbius, sei es am lukrativsten für die Stadt, wenn sie selbst erschließe und nach eigenen Konzepten bebauen lasse. Denn schließlich gebe es einen Bebauungsplan, der vier Doppelhäuser vorsehe. „Mit dem Semmelhaack-Modell tun wir uns schwer“, so der Grüne. Abschließende Gespräche werde es mit der SPD aber noch geben. Das bestätigte auch Struve.

Es sollte auch miteinander geredet werden. Schließlich muss eine Mehrheit her, sonst wächst das Gras weiter an der Reeperbahn und die für 2013 geplanten Einnahmen können nicht haushaltswirksam werden. Und das wäre bitter für die Stadt.

Die BfB möchte sich heute Abend entscheiden, sich vom Meinungsbild lenken lassen. Auch die Bürgerlichen können sich eine starke Verdichtung im Quartier nicht vorstellen.

Sitzungsbeginn im Ratssaal des Rathauses ist um 19 Uhr. Den Vorsitz bei dieser öffentlichen Zusammenkunft hat Holger Köpcke (BfB).

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