tTassenneubau durch Uetersen : Wer steht wirklich zur Energiewende?

Das Projekt Suedlink ist eines der zentralen Netzausbauprojekte der Energiewende. Für die erste Verbindung von Wilster in Schleswig-Holstein nach Grafenrheinfeld in Bayern wurde von der Firma „TenneT“ ein möglicher Trassenkorridor erarbeitet der nun der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

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21. März 2014, 18:31 Uhr

Bereits vor Beginn des formalen Verfahrens führt „TenneT“ mehrere Dialogveranstaltungen, so genannte Infomärkte, durch. Ziel der Infomärkte ist es, dass Vorschläge und Hinweise von Bürgern aufgenommen werden und durch die rechtzeitige Information eine fachliche Beteiligung möglich ist.

Der Infomarkt für die Kreise Steinburg und Pinneberg findet am Montag, 24. März, von 15 Uhr bis 20 Uhr in der Horster Elbmarschenhalle, Horster Viereck 1, 25358 Horst statt. Da der Infomarkt von nachmittags bis zum frühen Abend durchgeführt wird, können die Besucher zu der für sie günstigsten Zeit vorbeischauen. Während des gesamten Zeitraums des Infomarkts steht das vollständige Team für Gespräche zur Verfügung und wird möglichst viele lokale Besonderheiten und Wünsche für die weitere Planung aufnehmen. Vor Ort wird umfassendes Informations- und detailliertes Kartenmaterial bereitgehalten. Auch Uetersen ist vom neuen Trassenverlauf betroffen. Die 380kV-Leitung soll zwischen der Stadtgrenze und dem Windpark führen, sich demnach am Verlauf der bereits bestehenden Trasse orientieren. Spannend nicht nur für die Planer wird sein, inwieweit die Bürger Vorbehalte gegenüber diesem Bauvorhaben äußern.

Die beschlossene Energiewende, sagen die Fachleute, sei ohne zusätzliche Trassen (Leitungen) nicht zu realisieren. Denn der Wind weht leider nicht dort, wo die Wirtschaft ihn benötigt. Die meisten Windparks stehen im Norden, die Industrie hat aber ihre größten Produktionsstätten im Süden.

Schon jetzt appelliert die Politik daher an die Bürger, die Konsequenzen des Vorhabens mitzutragen.

Doch es regt sich bereits Widerstand, der den politisch beschlossenen Ausstieg aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie gefährden könnte, warnen immer mehr Fachleute.

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