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Uetersener Nachrichten

13. Dezember 2017 | 10:49 Uhr

Bildungsausflug : Wer hat Angst vorm Wolf?

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Angst gehört zum Menschsein dazu. Sie ist nützlich, denn sie warnt uns vor gefährlichen Situationen. Wenn aber eine Angst beginnt, das Leben zu dominieren und einzuschränken, dann ist sie Ausdruck eines nachhaltig gestörten seelischen Gleichgewichts. Angst kann auch geschürt werden. Bester Verstärker ist ein „gesundes Halbwissen“. So geht’s derzeit beim Thema Wolf zu. Dem Stammvater aller Hunde. Die Vertreibung „aus dem Paradies“ erfolgte vor vielen Jahrzehnten. Der Wolf war weg! In Deutschland in freier Wildbahn war das Tier nicht mehr anzutreffen.

shz.de von
erstellt am 12.Feb.2015 | 19:10 Uhr

Und heute? Nach Schätzungen leben wieder mindestens 35 Wolfsrudel in Deutschland. Mehr nicht. Doch schon wird wieder gestöhnt. Landwirte tun das (der Wolf als Nutztier-Räuber). Doch auch andere Gruppen in der Gesellschaft. Der Wolf ist wieder da, und die Frage lautet nun, wie mit ihm umgegangen werden soll.

Der Wildpark Eekholt ist das Wolfsinformationszentrum des Landes Schleswig-Holstein. Hier kennt man sich aus in Sachen Canis lupus, dem scheuen Gesellen, der sich den Blicken gerne entzieht und für den Menschen in der Regel nur bei Tollwut gefährlich wird. Jahr für Jahr wird das Thema Wolf in Eekholt während der Sonderveranstaltung „Eekholter Wolfsnächte“ aufgegriffen.

Ziel der Experten ist es dabei, dass dem Stammvater aller Hunderassen wieder die Achtung entgegengebracht wird, die ihm über Jahrhunderte verwehrt wurde. Besonders wichtig sei die Information und Einbeziehung der Bevölkerung in die Bedürfnisse der Wölfe, denn die Tiere brauchten Lebensraum und Akzeptanz.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung am 21. und 22. Februar, jeweils von 14 Uhr an, ist die Fütterung der Eekholter Wölfe Alexander, Janosch, Mascha und Altwölfin Lena. Das Wolfsgehege ist von allen Seiten gut einsehbar, und die Tiere können bei der abendlichen Fütterung um 18 Uhr am beleuchteten Gehege ohne störende Zäune beobachtet werden.

Weitere interessante Darbietungen rund um den Wolf: das temperamentvolle Husky-Gespann mit Bernd und Levke zeigt sein Können, wenn es seine rasanten Runden durch den Wildpark zieht. Der „Freundeskreis freilebender Wölfe e.V.“ und der „Schlittenhunde-Sportverein-Nord“ sind mit einem Stand dabei, das Freie Institut für Wildtierschutz e.V. informiert ebenso wie der Nabu über Wölfe. Sabine und Dirk Gruner-Jessel stellen Holzgemälde und Kunsthandwerk aus, und die Hieronymus-Buchhandlung bringt viel lesenswerte Wolfsliteratur mit.

Es gibt einen Schminkstand für die „kleinen Wölfe“, außerdem werden hübsche Wolfsanhänger aus Holzscheiben und Wolfsmasken gebastelt. Eine Wolfsrallye ist genau das Richtige für junge, findige Wolfsfreunde. Am wohligen Lagerfeuer in der Jurte kann den spannenden Geschichten von Wölfen und Hunden gelauscht werden.

Am Sonnabend, 21. Februar, direkt nach der Wolfsfütterung, beginnt um 18.30 Uhr eine romantische „Fackelwanderung“ mit besonders schönen Natureindrücken durch den nächtlichen Wildpark mit Ausklang am Lagerfeuer.

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