Investitions-Chance : Wer auf regenerative Energien umstellt, der erhält Fördergelder

Bei den AktivRegionen in Schleswig-Holstein handelt es sich um kooperative Regionalentwicklungsinstrumente, mit derenen Hilfe sich definierte Regionen den Herausforderungen des ländlichen Raumes stellen. AktivRegionen sollen Projekte in der Region benennen und fördern. Damit sollen sie zur Stärkung des ländlichen Raums und zur nachhaltigen Entwicklung der Regionen beitragen.

shz.de von
10. Januar 2012, 21:23 Uhr

Die „AktivRegion Pinneberger Marsch und Geest e.V.“ erhält vom Land ein jährliches Förderbudget in Höhe von 300000 Euro. Wie das Geld ausgegeben werden soll, entscheidet der Projektbeirat. In ihm vereinen sich Wirtschafts- und Sozialpartner sowie die Kommunen, die der AktivRegion angehören.

Landwirtschaftsministerin Dr. Juliane Rumpf ist sich sicher, dass alle 21 AktivRegionen in Schleswig-Holstein auch beim Klimaschutz weitere Impulse setzen. Sie verwies auf eine Entscheidung der Europäischen Union, wonach zusätzlich 18,6 Millionen Euro für Aufgaben des Klimaschutzes und des Ersatzes fossiler Energieträger zwischen Nord- und Ostsee bereitgestellt wurden.

Somit, so die Ministerin kürzlich, könnte jede AktivRegion jeweils über ein ergänzendes Budget für diese Zwecke in Höhe von nahezu 900000 Euro verfügen.

Im Mittelpunkt stehe dabei die Umstellung der Energieversorgung gemeindlicher Gebäude auf regenerative Energieträger, die Förderung von Nahwärmenetzen sowie die Nutzung der Geothermie. Landwirtschaftsministerin Rumpf: „Aufgrund von Untersuchungen sowie der Erfahrungen beim Fördermitteleinsatz gehe ich davon aus, dass durch den Einsatz der 18 Millionen Euro EU-Mittel für Turnhallen, Schulen, Kindergärten und andere kommunale Gebäude in den nächsten Jahren Investitionen in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro ausgelöst werden. Das bedeutet einen spürbaren Schub, um die Energieträger Öl, Gas und Kohle durch erneuerbare Energien zu ersetzen“, sagte Juliane Rumpf.

Eine Chance auch für Uetersen? Peter Bröker vom Bauamt der Stadt sagte im UeNa-Gespräch: „Natürlich sind bei uns noch energetische Sanierungen notwendig. Als Beispiel dafür zu nennen ist die Rosenstadtschule und dort die ehemalige Grund- und Hauptschule Am Roggenfeld. Aber unsere Einrichtungen wurden alle mit Gasversorgungsanlagen beziehungsweise mit BHKW ausgerüstet. Da die Landwirtschaftsministerin ihre Zuschüsse mit alternativen Energien in Verbindung bringt, müssen wir noch einmal abklären, welche Möglichkeiten sich aus dieser Förderung ergeben. Ich benötige die Zuschusskriterien von der AktivRegion.“

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