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I Vocalisti in der Klosterkirche : Wenn sich Klänge entfalten können

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

„I Vocalisti“ ist der mehrfach ausgezeichnete, gemischte Chor, der seit seiner Gründung unter dem Dirigat von Chorknaben-Leiter Hans-Joachim Lustig steht. Die Lübecker Sänger konzentrieren sich bei ihren Einstudierungen auf außergewöhnliche und anspruchsvolle Chorliteratur. Mehrfach schon konzertierten sie in der Chorstadt des Nordens – in Uetersen. Und da stets in der Klosterkirche.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 21:51 Uhr

Am Sonntagabend war der Chor wieder einmal zu Gast in der Rosenstadt und bot den etwa 120 Konzertbesuchern Klangerlebnisse auf sehr hohem Niveau. Nicht ohne Grund zählt „I Vocalisti“ mit Sicherheit zu den besten Chören Deutschlands, womöglich sogar Europas. Die Professionalität bei der Werk-Einstudierung ist sowohl bei der Interpretation von Literatur „Alter Meister“ spürbar, als auch bei der Wiedergabe zeitgenössischer Kompositionen. Vertrautes gefällt in der Regel, Neues fordert heraus. Manch’ Klangerlebnisse der Gegenwart werden vermutlich erst nach dem Tod des Schöpfers die Anerkennung erfahren, die ihnen eigentlich schon jetzt zusteht. Das aber ist ein Phänomen, das nicht nur in der Musikgeschichte oft zu finden ist. Ob das auch für Thomas Hofmanns „Singet“ gilt? Das ist eine zwölf Minuten lange, sakrale Tonfolge, die sich erst langsam, aber dann gewaltig, entfalten mag. In Uetersen ließ sich das Publikum darauf ein, „I Vocalisti“ verstand es aber auch meisterlich, die Dramaturgie zu erzeugen, die dieses Stück benötigt.

Das etwa einstündige Konzert begann mit Vertrautem (Pater noster von Charles Gounod) und endete mit einer eben solchen Komposition (Vater unser von Franz Liszt). „www.ivocalisti.de“

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