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Uetersener Nachrichten

18. Oktober 2017 | 03:01 Uhr

Hilfe : Wenn Schüler nicht weiterwissen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Für die, die nicht so gut mit der Schule und dem Leben klarkommen, gibt es an der Regionalschule einen neuen Ansprechpartner. Sebastian Rolke wirkt nun als Schulsozialarbeiter.

shz.de von
erstellt am 24.Jun.2013 | 21:09 Uhr

39 Jahre ist der gebürtige Volksdorfer alt. Sebastian Rolke ist Diplom-Sozialarbeiter und Heilerzieher. Zehn Jahre hat er in der Behindertenhilfe in Ahrensburg gearbeitet, dann bei der AWO in Uetersen erst im „Hus Sünnschien“ und dann in einer Außenwohngruppe. Der berufliche Wechsel aus dem Kreis Stormarn in den Kreis Pinneberg hatte auch persönliche Gründe. Sebastian Rolke lebt mit Frau und siebenjähriger Tochter in Moorrege in der Nähe der Regionalschule.

Unter neun Bewerbern machte er das Rennen. Die neue Aufgabe ist für ihn ein „Tapetenwechsel“. War die Arbeit in der Wohngruppe mit jungen Menschen mit Schichtdienst verbunden, so hat er jetzt einen 25-Stunden-Job und normale Arbeitszeiten. Dem ehemaligen Leistungsschwimmer und -Wasserballer mit dem Faible für massivem Schmuck nimmt man ab, dass er verständnisvoll auf Schüler zugehen, gleichzeitig aber auch mit ihnen Klartext reden kann.

Die Einzelfallarbeit mit den Mädchen und Jungen wird sein Schwerpunkt werden, erklärt der Erzieher. Bei der Präventionsarbeit sei die Moorreger Schule „gut aufgestellt“. Darin möchte er sich engagieren. Wichtig ist ihm der Kontakt zu den Lehrern und Eltern. Hinzu kommt die sozialpädagogische Gruppenarbeit sowie das Wirken in den Klassen und Projekten.

Die Kooperation von Schule und schulnahen Angeboten möchte er fördern. Ziele sind die Unterstützung bei der Bewältigung von schwierigen Lebenssituationen, der Entwicklung von sozialer Kompetenz und der Hilfe zum Schulerfolg. Derzeit beschäftigt sich Rolke mit seinem Arbeitsumfeld. Erste Kontakte werden geknüpft, das Büro eingerichtet. Froh ist der agile Sozialarbeiter, dass er bereits zum 1. Juni, und nicht erst nach den Sommerferien anfangen konnte. Die ersten Tage stimmen ihn optimistisch: „Ich bin hier sehr gut aufgenommen worden.“

Rolke hat zwei Hobbys: das Schwimmen und die Imkerei. Regelmäßig sieht man ihn mit der Tochter im Freibad Oberglinde. Einige Zeit hat sich Rolke auch für den Förderverein des Naturbades engagiert.

Und rund 20 Bienenvölker betreut er. Sie stehen in Holm, Kummerfeld und Moorrege. Das Hobby und seine Ausbildungen will der engagierte Pädagoge zu einem Zweitjob verbinden. Jugendliche, die die Schule verlassen haben, aber noch nicht reif für eine Ausbildung sind oder sich noch nicht reif fühlen, können im Umgang mit den Völkern die nötige Zuverlässigkeit und Disziplin lernen.

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