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Enkeltrick : Wenn Nächstenliebe bitter bestraft wird

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Immer wieder wird vor ihm gewarnt: dem „Enkeltrick“, eine ganz besonders perverse Betrugsform, die jedoch immer wieder gelingt. So auch am Donnerstag in der Rosenstadt.

shz.de von
erstellt am 24.Jan.2014 | 18:16 Uhr

Ein 84-jähriger Mann ist dabei das Opfer eines Mannes geworden. Er wurde um eine fünfstellige Geldsumme betrogen. Die Masche des Betrügers ähnelte besagtem „Enkeltrick“. Im aktuellen Fall gab sich der Betrüger als guter Bekannter des Opfers aus. Er täuschte am Telefon eine Notlage vor und bat den Rentner, ihm schnellstmöglich Geld zu leihen, besagte fünfstellige Summe.

Der Anrufer versicherte dem Rentner, ihm das Geld in einigen Tagen zurück geben zu wollen. Es kam schließlich auch zu der erwünschten Geldübergabe. Dabei erschien jedoch eine „dritte“ Person (der Anrufer), da der angebliche Bekannte verhindert sei, wie gesagt wurde. Mit dem angeblichen Bekannten war zuvor am Telefon vereinbart worden, sich am Abend zu treffen.

Als der Freund zur verabredeten Zeit nicht erschien, rief der Rentner seinen echten Bekannten an. Nun wurde dem Opfer bewusst, dass es sich um einen Betrug gehandelt hat, denn sein echter Bekannter hatte ihn gar nicht um das Geld gebeten. Der Rentner erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei.

Zu der genauen Höhe des Geldbetrages möchte die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben machen.

Die Polizei warnt nun einmal mehr vor Enkeltrickbetrügern oder solchen, die sich, wie in diesem Fall, als gute Bekannte oder Freunde ausgeben.

Vor allem ältere Menschen werden als Opfer ausgewählt. Beim klassischen Enkeltrick wird ein Verwandtschaftsverhältnis vorgegaukelt und mit verschiedenen Geschichten um Geld gebeten. Die Geldabholer sind den gutgläubigen Rentnern nicht bekannt, der angebliche Verwandte (Enkel, Neffe) ist angeblich selbst verhindert.

Betrug gelingt in der Regel nur deshalb, weil das Opfer zum Zeitpunkt der Tat keinen Verdacht schöpft. Nicht selten wird die emotionale Ebene berührt, die Aktion, also hier die Gesprächsführung, geht vom Täter aus.

Die Geschichten, die berichtet werden, liegen zudem durchaus im Bereich des Möglichen, und unter Verwandten hilft man sich eben...

Das wissen die dreisten Betrüger ganz genau, und so gelingt ihnen ihr Vorhaben immer wieder.

Die Polizei rät: Geben Sie unbekannten Personen niemals Bargeld. Händigen Sie Geld nur bekannten Personen aus. Angehörige und Nachbarn von älteren Menschen sollten mit den Senioren über diese fiese Masche der Straftäter sprechen und Verhaltenshinweise geben. Wenn jemand den Verdacht einer Straftat hat, kann er immer über die Servicenummer der Polizei, die „110“, schnelle Hilfe erhalten.

Vergessen werden sollte nicht: Es gibt unzählige Varianten dieses Trick-Betruges. Und sie sind in der Regel individuell auf das Opfer zugeschnitten.

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