Wenn Götter ins Fernsehen wollen

Hephaistos (von links, Jonas Hinz) hatte der Dokumentarfilmerin Jenny Pakula (Laura Beck) einiges zu erzählen, was Göttermutter Hera (Saskia Sprengel) Kopfschmerzen bereitete und seinen Bruder Ares (Mick Feldtmann) in keinem guten Licht darstehen ließ. Hermes (Tom Heinfling) hielt alles mit der Kamera fest, Hebe (Miriam Kamerseder) sah zu und machte sich ihre Gedanken.
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Hephaistos (von links, Jonas Hinz) hatte der Dokumentarfilmerin Jenny Pakula (Laura Beck) einiges zu erzählen, was Göttermutter Hera (Saskia Sprengel) Kopfschmerzen bereitete und seinen Bruder Ares (Mick Feldtmann) in keinem guten Licht darstehen ließ. Hermes (Tom Heinfling) hielt alles mit der Kamera fest, Hebe (Miriam Kamerseder) sah zu und machte sich ihre Gedanken.

AufführungTheater-Arbeitsgemeinschaft der Klaus-Groth-Schule begeisterte Publikum mit „Götter wie du und ich!“

shz.de von
07. Juli 2017, 13:16 Uhr

Eigentlich sind Götter fast wie eine ganz normale Familie: Liebe, Neid und Eifersucht sind an der Tagesordnung, Intrigen werden gesponnen und Verbündete gesucht. In der olympischen Komödie „Götter wie du und ich!“ von Beate Haeckl gab die Oberstufen-Theater-Arbeitsgemeinschaft der Klaus-Groth-Schule (KGS) einen Einblick in den Alltag der griechischen Götter.

Da die Menschen die Götter nicht mehr achten und ehren, soll ein Fernsehfilm verhindern, dass sie in die totale Vergessenheit geraten. Göttervater Zeus, mit den Jahren schwerhörig geworden, seine stets wachsame und eifersüchtige Götterfrau Hera und die acht Götterkinder wollen sich von ihrer besten Seite zeigen. Doch stattdessen geben sie der Dokumentarfilmerin Jenny Pakula vor laufender Kamera ein anderes Bild, das so gar nicht mit dem Mythos der Familienbande der Olympier zusammenpasst. Viel Applaus bekamen die Schüler aus dem zehnten bis 13. Jahrgang, die unter der Regie der Lehrerinnen Karen Strenge und Gundula Kuik sowie dem ehemaligen KGS-Schüler Lasse Bohnsack das schwungvolle Stück mit viel Spielfreude zeigten.

In ihrer Freizeit hatten sie dafür gelernt, geprobt, die Bühne bestückt und die Requisiten zusammengestellt. Während des Schuljahres sei bei vielen Schülern eine Entwicklung zu sehen, so Karen Strenge: Das Spielen einer Rolle vor Publikum steigere das Selbstbewusstsein und gebe ihnen Selbstsicherheit, das gemeinsame Gruppenerlebnis fördere die Teamfähigkeit. Es brauchte noch einige Verwicklungen und Entwirrungen, bis Zeus und Hera sich wieder versöhnten, Hermes für seine Liebe zu Jenny seine Unsterblichkeit aufgab, der Feuergott Hephaistos, der bei den germanischen Göttern Asyl beantragt hatte, reumütig von seiner Familie im Olymp zurückgeholt wurde und der gute Ruf der Götter wiederhergestellt werden konnte. Die Bühnentechnik-AG setzte die Aufführung in das rechte Licht.

Besonders dankbar waren die Spielleiter für einen Gazevorhang, mit dem die raschen Ortswechsel im Stück dargestellt werden konnten. Ihn hatte der Schulverein für Theateraufführungen spendiert.

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