Burn-out : Wenn es nicht mehr weitergeht

Die Hektik und der Leistungsdruck der modernen Arbeitswelt haben dazu geführt, dass das „Burn-out-Syndrom“ zur Volkskrankheit zu werden droht. Nach Expertenschätzungen könnten in Deutschland mehrere Millionen Menschen davon betroffen sein.

shz.de von
24. Januar 2012, 22:02 Uhr

Lustlosigkeit, Traurigkeit, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen und somatische Beschwerden wie Kopf-, Rücken- und Gelenkschmerzen – vieles erinnert beim „Burn-out“ an eine Depression. Den Unterschied kann oft nur der medizinische Experte durch eine genaue Diagnose feststellen.

Eine der häufigsten Ursachen für ein „Burn-out-Syndrom“ ist ein über einen längeren Zeitraum erlebtes Mobbing. Die Betroffenen reagieren mit Motivationslosigkeit am Arbeitsplatz bis hin zu schwerwiegenden Ängsten. Die Menschen kommen morgens kaum aus dem Bett, beim Gedanken an den Gang zur Arbeit möchten sie den Tag am liebsten verschlafen. Für viele ist es schwer, alleine aus diesem Tief herauszukommen. Oftmals ist professionelle Hilfe durch einen Psychotherapeuten oder in einer Spezialklinik nötig. Prinzipiell ist es wichtig, Stress frühzeitig wahrzunehmen. Ein Gegensteuern ist dann noch gut möglich. Wer Prioritäten setzt und sich bei der Arbeit auf das Wesentliche konzentriert, kann alleine dadurch Stress vermeiden. Perfektionisten sollten das Wort „Nein“ kennenlernen. Zur „Burn-out-Prävention“ können auch gezielte Entspannungs- und Stressbewältigungstechniken beitragen.

Schlimmstenfalls haben psychische Erkrankungen zur Folge, dass der Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann. Vorsorge ist auch dabei möglich. Experten raten zum rechtzeitigen Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung. Betroffene erhalten dank dieser Police dann eine monatliche Rente.

Die Versicherung ist besonders für junge Arbeitnehmer wichtig, die noch kaum oder gar keine Ansprüche auf eine gesetzliche Rente haben, falls sie beispielsweise durch eine psychische Erkrankung berufsunfähig werden.

Beteiligen Sie sich, liebe Leser, an der UeNa-Telefonaktion morgen zum Thema. Rufen Sie an und holen Sie sich Ihren persönlichen Expertenrat von 10 bis 16 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800/0007732.

Bereits heute ab 19 Uhr können Internet-Nutzer ihre Fragen einreichen. Gewählt werden muss dabei die Adresse „www.experten-im-chat.de“.

Die Antworten gibt es dort morgen in der Zeit von 17 bis 18 Uhr.

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