zur Navigation springen
Uetersener Nachrichten

23. Oktober 2017 | 14:15 Uhr

Landfrauen : Wenn es im Bienenkorb klingelt ...

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Als Wiebke Turkat vor acht Jahren den Auftrag bekam, die Bahnhofsmission in Elmshorn aufzubauen, hielt sich ihre Begeisterung in Grenzen. Sie tat es dann doch und ist heute „im positiven Sinne infiziert“, wie sie selber sagt. In den Landfrauen hatte sie am Dienstag aufmerksame Zuhörerinnen, als die Diakonie-Mitarbeiterin ihre Arbeit im Bahnhof vorstellte und erklärte. Grund: Das Geld, das die Damen des mitgliederstarken Vereins in den kommenden Monaten in ihrem legendären Bienenkörbchen sammeln werden, ist für diese Einrichtung bestimmt.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2015 | 19:00 Uhr

Die Bahnhofsmission, daran ließ Wiebke Turkat keinen Zweifel, ist etwas ganz Besonderes. Die speziell geschulten Mitarbeiter seien in gewissem Sinne „Mädchen für alles“, sagte sie. Ein Gast braucht nur eine Wegbeschreibung oder eine Adresse, der nächste einfach einen Tee, der dritte menschliche Zuwendung, ein offenes Ohr und mitfühlendes Herz. „Wir sind die erste Anlaufstelle für diejenigen, die in Elmshorn ankommen.“ Und die einzigen, die auf dem Bahnhof überhaupt noch ansprechbar sind, denn Bahnhofspersonal gibt es längst nicht mehr überall.

Dabei ist das Umfeld, in dem Wiebke Turkat und ihr Team arbeiten, alles andere als anheimelnd. „Der Elmshorner Bahnhof ist nicht sehr einladend und manchmal sogar gefährlich“, sagte sie. Ohne super-motivierte und taffe Mitarbeiter geht da nichts. „Wir müssen auch in der Lage sein, Krisensituationen zu bewältigen“, so die Leiterin der Bahnofsmission. Da kommt die avisierte Spende in doppelter Hinsicht gelegen.

Die diakonische Einrichtung braucht Geld, denn die Bahn ist ein schwieriger Partner, auf dessen finanzielle Unterstützung die Einrichtung nicht zählen kann, wie sich in der Vergangenheit immer wieder gezeigt hat. Aber es geht bei der Spende um mehr: „Menschen, die hinter uns stehen, tun uns gut. Wir sind darauf angewiesen“, sagte sie unter den mitfühlenden Blicken der Landfrauen. Der Anlass ihrer Zusammenkunft war indes ein anderer. Sie trafen sich zur Hauptversammlung, während der Vorsitzende Martina Kleinwort einmal mehr eine blitzsaubere Bilanz präsentierte (siehe Artikel auf dieser Seite).

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert