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Umweltschutz an Schulen : Wenn der Funke überspringt

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Sechs Schülerprojekte konnten die Jury der „Arbeitsgruppe Klimaschutz“ des Kreises, bestehend aus Vertretern der Kreistagsfraktionen und der Verwaltung, so sehr überzeugen, dass sie diesen jeweils 250 Euro zuerkannten. Wie Helmuth Kruse, Vorsitzender des Kreis-Umweltausschusses, gestern im Ludwig-Meyn-Gymnasium (dort unterrichtet Dr. Sönke Zankel, Kreisfachberater für Natur- und Umwelterziehung) erklärte, hat der Kreis im Rahmen seiner Klimaschutzaktivitäten vor vier Jahren eine Initiative zur Förderung von Klimaschutzprojekten aufgelegt.

shz.de von
erstellt am 02.Mär.2016 | 18:36 Uhr

2015 haben sich zwölf Schulen mit ihren Klimaschutzprojekten an die Jury gewandt und um Bezuschussung ihrer Projekte gebeten.

Ausgewählt wurden Neuntklässler der Ernst-Barlach-Gemeinschaftsschule in Wedel, die die Mülltrennung an ihrer Bildungseinrichtung forcieren wollten.

An der Johannes-Brahms-Schule in Pinneberg wurde der ehemalige Schulgarten wiederbelebt. Eine Teilfläche wird mit Dauerbewuchs bepflanzt. Zudem soll ein Gemüse- und ein Kräutergarten angelegt werden. Ziel der Gymnasiasten ist es auch, die Mitschüler für den Anbau von eigenem Obst und Gemüse zu sensibilisieren. Denn kurze Vertriebswege dienen dem Klimaschutz.

Die Honigbiene wird von Menschen schon seit Jahrtausenden genutzt. An der Johann-Comenius-Schule in Thesdorf soll es demnächst eine Schulimkerei geben. Die Schüler der betreffenden Arbeitsgemeinschaft haben Schutzkleidung erhalten, um keine Bienenstiche erleiden zu müssen und sollen sich über das Projekt auch für die Ökologie im Allgemeinen, für Pflanzenkunde, Bewirtschaftung und Pflege des Bienenstocks sowie handwerkliche Arbeiten begeistern lassen.

„Eintüten oder Umschieben“, so lautet ein gefördertes Klimaschutzprojekt an der Gemeinschaftsschule An’n Himmelsbarg. Die Schüler wollen mitentscheiden, ob ihr in die Jahre gekommenes Schulgebäude energetisch saniert werden kann oder abgerissen werden muss. So wollen sie einen Energieberater beauftragen, Teile des Gebäudes mit einer Wärmebildkamera aufzunehmen. Anschließend sollen die Ergebnisse von der Gruppe ausgewertet werden.

Auch Schüler des Ludwig-Meyn-Gymnasiums wurden von der Jury bedacht. Sie sind Mitglied im Arbeitskreis Umwelt am LMG und sollen dahingehend geschult werden, einen Projekttag zum Thema Energiesparen in den sechsten Klassen durchzuführen. Angeschafft werden sollen dafür mehrere Solarbaukästen. Darüber möchte die Schule zugleich ihre Photovoltaikanlage näher in das Bewusstsein der Schüler rücken. Die Anlage soll dem Arbeitskreis im Jahr mehrere Tausend Euro Erlös bescheren. Geld, das sie von der Stadt, dem Schulträger, erhalten, weil diese so Stromkosten spart. Oder anders ausgedrückt: Der Arbeitskreis Umwelt verkauft Uetersen Strom zur internen Nutzung und wird dafür entgolten.

Das sechste Projekt, das mit 250 Euro bedacht wurde, betrifft die Neugestaltung des Schulgartens an der Helene-Lange-Schule. Eingerichtet werden sollen zum Beispiel eine Vogelsiedlung, Naschbeete und ein Baummuseum. Vorgestellt wurde das Projekt von vier beteiligten Erstklässlern.

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