zur Navigation springen

Bekämpfung der Kastanienminiermotte : Wenn alle mitmachen würden

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Der Vorsitzende des Umwelt- und Kleingartenausschusses, Dieter Schipler (SPD), gibt nicht auf. Zwar unterlag er im Ausschuss bei seinem Versuch, das flächendeckende Laubsammeln auch im Herbst 2012 durchzuführen (wir berichteten), dennoch könne jeder einen Beitrag zum Schutz der weißblühenden Rosskastanie leisten, sagt Schipler und verweist dabei auf die Lockstoff-Falle. Solche Fallen sind im Preis erschwinglich und sollten in diesem Jahr nicht nur auf öffentlichem Grund zur Anwendung kommen. Das, so Schipler, reiche nämlich nicht. Auch auf Privatgrundstücken sei es wichtig, den Schädling zu bekämpfen.

Die kleine Motte bewirkt seit geraumer Zeit, dass sich die Blätter der weißblühenden Rosskastanie auch in Uetersen schon im Sommer braun verfärben und abfallen. Der Grund ist das Fressverhalten eines bereits mehrfach vorgestellten Winzlings.

Die Kastanienminiermotte frisst die Blätter zwischen ihren Ober- und Unterhäuten auf. Dabei entstehen typisch geformte Fraßgänge (Minen). Das so minierte Kastanienblatt stirbt um die Gänge herum ab und wird braun.

Das ist unschön, aber davon geht der Baum nicht ein. Gefährlicher sei, sagen Fachleute, dass betroffene Bäume mit Stresssymptomen reagieren und so anfälliger gegen Pilze und andere Schädlinge seien. Gut möglich also, dass, bleibt eine flächendeckende Bekämpfung dieser Miniermottenart aus, es in einigen Jahren kaum noch weißblühende Kastanien gibt. Wer helfen möchte, den Feind der Kastanie zu schwächen, sollte sich mit dem Thema Lockstofffalle näher befassen. Dieter Schipler hat zugesagt, Gartenfreunde dahingehend zu beraten. Er weist zudem auf eine im Handel angebotene Kastanienminiermottenfalle hin, die für rund 30 Euro gekauft werden kann (zuzüglich des Lockstoffs). „Je mehr Bestellungen vorgenommen werden, umso günstiger wird die Falle für den Einzelnen“, sagt Schipler und bietet an, den Kauf zu koordinieren. Telefonischer Kontakt zum Umweltausschussvorsitzenden ist unter 04122/7935 möglich. Neben der Falle, die im April an die Äste gehängt werden sollte, sorgen natürliche Fressfeinde dafür, dass die Motte hinsichtlich ihrer Vermehrung beeinträchtigt wird. Immer wieder können im Frühjahr Blau- und Kohlmeisen beobachtet werden, die Kastanien in größeren Trupps Blatt für Blatt absuchen. Bei solchen Bäumen hält sich der Befall augenscheinlich soweit in Grenzen, dass nur ein Teil der unteren Blätter vor dem Herbst abfällt, wird berichtet. Das Laubsammeln könnte in diesem Jahr wieder durchgeführt werden. Voraussetzung: Die Kastanien weisen ein Schadensbild auf, das auf das Uetersener Nichtstun 2012 zurückgeführt werden kann.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Jan.2013 | 21:25 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert