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Uetersener Nachrichten

17. Oktober 2017 | 10:13 Uhr

Handball : Wenigstens nicht Letzter

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Wenn am viertletzten Spieltag einer Saison der Vorletzte gegen das Schlusslicht spielt, ist es naheliegend, dass es sich um ein „Abstiegsendspiel“ oder zumindest einen „Kellerkrimi“ handelt. Beides war am Sonnabend, als die 1. Frauen des TuS Esingen auf Gut-Heil Lübeck 1876 trafen, nicht der Fall ‒ denn für beide Teams war der Abstieg aus der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein schon besiegelt.

shz.de von
erstellt am 01.Apr.2015 | 20:12 Uhr

Warum beide Mannschaften die vierthöchste Spielklasse Deutschlands in diesem Sommer nach nur einem Jahr (Esingen) beziehungsweise nach drei Jahren (Lübeck) wieder verlassen müssen, demonstrierten sie den Zuschauern in der Neuen KGST-Halle lange Zeit: „Bis zur 45. Minute war es weder von uns noch vom Gegner ein gutes Spiel“, sagte TuS-Trainer Jan-Henning Himborn, der vor allem „die vielen technischen Fehler“ und „die nicht klaren Torabschlüsse“ anprangerte.

Einen 0:2-Rückstand nach zwei Minuten egalisierte Anna-Cathleen Theel mit zwei verwandelten Siebenmetern zum 2:2 (5.), für die erste Esinger Führung sorgte in der 13. Minute Katja Brandt mit ihrem 6:5. Dass sich die Tornescherinnen trotz guter Deckungsarbeit bis zur Pause nicht absetzen konnten, war ihren vielen Fehlwürfen geschuldet: Dadurch gerieten sie erneut in Rückstand. Frederike Schmidt, die zunächst noch Pech bei einem Pfostenwurf hatte (27.), stellte schließlich quasi mit der Pausensirene den 11:11-Halbzeitstand her.

In den zweiten Durchgang legten die Gastgeberinnen einen kapitalen Fehlstart hin. Nach drei Gegentoren in Folge zum 11:14 (36.) nahm Himborn seine Auszeit und gravierende Umstellungen vor. Mit dem auf vier Positionen veränderten Team lief es fortan deutlich besser: „Wir haben danach nur noch fünf Gegentore kassiert und selbst starke 14 Treffer erzielt“, rechnete Himborn nach dem 25:19-Endstand stolz vor und lobte: „Ich habe mich gefreut, dass wir uns auch nach dem Rückstand nicht aufgegeben haben!“

Theels 15:14 bedeutete die erste Esinger Führung im zweiten Durchgang (46.), beim 15:15 gab es den letzten Gleichstand (48.). TuS-Torhüterin Frauke Langhein steigerte sich und steuerte pro Halbzeit sechs Paraden zum sechsten Saisonsieg bei. „Nun beenden wir die Saison wenigstens nicht als Tabellenletzter ‒ das war mir schon wichtig“, sagte Himborn angesichts der Tatsache, dass sein Team bei drei noch ausstehenden Spielen vier Punkte mehr als die Lübeckerinnen hat und nach dem 23:28 im Hinspiel auch den direkten Vergleich gewann.

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