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Uetersener Nachrichten

22. Oktober 2017 | 16:39 Uhr

ÖPNV : Weniger Schwarzfahrer

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Immer mehr Menschen in und um Hamburg benutzen öffentliche Verkehrsmit­tel. Das ergaben nun Zahlen, die der Hambur­ger Verkehrsverbund (HVV) in seiner Jahres­bilanz für 2015 veröf­fentlicht hat.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2016 | 20:58 Uhr

Insgesamt 748,6 Millio­nen Menschen nutzen im Jahr 2015 Busse, Bahnen und Fähren im gesamten HVV-Bereich. Das sind 10,3 Millionen Fahrgäs­te mehr als im Vorjahr, was eine Erhöhung um 1,4 Prozent bedeutet. Dadurch konnte der HVV seine Einnahmen auf 785,2 Millionen Euro steigern – das sind 3,9 Prozent mehr als 2014.

30 Verkehrsunter­nehmen gehören zum HVV, eines davon ist die in Uetersen ansässige Kreisver-kehrsgesell­schaft in Pinneberg (KViP). Das Unterneh­men betreibt zwölf Lini­en im Kreis Pinneberg. Busse der KViP verkeh­ren unter anderem zwi­schen Uetersen, Tor­nesch, Elmshorn, Pinne­berg, Wedel und Eller­hoop sowie in Barms­tedt. Für weitere Verbin­dungen im Kreisgebiet sind die Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) zuständig.

„Im Wesentlichen ent­spricht die Jahresbilanz des HVV auch unseren Zahlen“, erläuterte Birgit Reinheimer, Prokuristin bei der KViP. So ver­zeichnete das Unterneh­men 2015 im Vergleich zum Vorjahr bei den Fahrgästen einen Zu­wachs um einen Prozent. Gravierende Abweichun­gen gibt es traditionell im Bereich der Schwarz­fahrer. Birgit Reinheimer zufolge fahre lediglich ein Prozent der Kunden auf den von der KViP betriebenen Linien ohne gültiges Ticket. In der Großstadt Hamburg sei­en die Zahlen hierbei wesentlich höher.

„In un­serem Gebiet hatten wir nie ein großes Problem mit Schwarzfahrern“, so Birgit Reinheimer. Dies hat sich seit 2012 noch einmal deutlich verbes­sert. Damals führte der HVV die Regel ein, ge­mäß derer Fahrgäste aus­schließlich vorne in den Bus einsteigen dürfen und sich somit einer Sichtkontrolle durch den Fahrer unterziehen. In Sachen Betrug ist für die Unternehmen im HVV vor allem der Missbrauch von Abo-Er­satzkarten problema­tisch. Denn rund 30 Pro­zent der Jahreskarten, die Kunden als gestohlen oder verloren melden, werden weiterhin ge­nutzt. Dadurch entstünde jährlich ein Verlust über 10 Millionen Euro, wie der HVV in seiner Jah­resbilanz einräumte. Mit­hilfe von speziellen Le­segeräten und einem Computerprogramm soll ab sofort verstärkt ge­gen diesen Betrug vorge­gangen werden, wie das Unternehmen ankündigte.

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