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Uetersener Nachrichten

19. November 2017 | 04:25 Uhr

Jahresbilanz : Weniger Schuldenberatungen

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Die Zahl der Beratungen in den vier Büros der Kreis Pinneberger AWO-Schuldnerberatung ist 2014 erstmals seit Jahren leicht gesunken. Leiterin Mechtild Kuiter-Pletzer wollte gestern von einer Entspannung allerdings nicht reden, sprach stattdessen von einer „Stagnation auf hohem Niveau“.

shz.de von
erstellt am 18.Jun.2015 | 20:32 Uhr

Betroffen sind nach wie vor diejenigen, die bereits nicht mehr im Arbeitsleben stehen und keine auskömmliche Rente haben. Gestiegen ist die Zahl derjenigen, die wegen einer psychischen Erkrankung für längere Zeit oder sogar dauerhaft aus dem Erwerbsleben ausscheiden.

Die fünf Beraterinnen erreichten 2014 5154 Beratungsanfragen (2013: 5188). Sie führten 3597 Basisberatungen (3618) und 1557 Intensivberatungen (1570) durch. Demgegenüber ist die Zahl der Privatinsolvenzen mit der entsprechenden Beratungsleistung von 431 in 2013 auf 443 im vergangenen Jahr gestiegen.

„In der Mehrheit der Fälle sind persönliche Krisen der Auslöser für die Verschuldung“, sagte Mechtild Kuiter-Pletzer. Aber es gibt auch den übermäßigen Konsum als Ursache. „Das betrifft in der Hauptsache die unter 30-Jährigen, die alles haben wollen, deren Einkommen das aber nicht hergibt.“

Und nun kommen auch die ersten Flüchtlinge. „Bei ihnen geht es meistens um hohe Telefonrechnungen, die sie nicht bezahlen können“, sagte Mechtild Kuiter-Pletzer. Bei der Einreise würden viele Familien getrennt, einzige Möglichkeit der Kontaktpflege sei das Telefon. „Bei diesen Klienten haben wir das Problem der Sprachbarrieren, so dass wir auf Dolmetscher angewiesen sind.“ Noch wisse das Team nicht, wie es in Zukunft mit diesem Thema umgehen werde.

Unverändert großes Ptoblem sind die zu geringen Beratungskapazitäten. Wartezeiten von vier und mehr Wochen sind längst die Regel. „Wir kommen nach wie vor an unsere Grenzen, denn der Ansturm ist riesig“, so die Leiterin der Schuldnerberatung. Helfen soll ab 1. August eine offene Sprechstunde, die jeweils am Donnerstag von 15 bis 18 Uhr in den Räumen der Elmshorner Beratungsstelle (Telefon: 04121/897999). stattfinden wird. „Hier kann man ohne Termin und mit den ersten Fragen kommen und wird zuminest auf den Weg gebracht.“

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