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Graue-Erbsen-Essen : Weniger Geld für Vereine, Kita, Schule

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Einschnitte bei den Zuschüssen für den Heidgrabener Sportverein, den Kindergarten und die Schule kündigte der stellvertretende Bürgermeister Egbert Hagen am Dienstag an. Erstmals besuchte er das Graue-Erbsen-Essen der Heidgrabener SPD. Rund 70 Gäste waren der Einladung in die Schankwirtschaft Arndt gefolgt. Der Haushaltsentwurf für 2016 sehe höhere Ausgaben als Einnahmen vor. Dadurch entstehe ein erhebliches Defizit. Auch mittelfristig scheint sich die finanzielle Lage nicht zu entspannen. Die Gemeinde müsse erhebliche finanzielle Mittel aufbringen, um das zu erhalten, was sie während der vergangenen 30 Jahre gebaut habe. Zudem wird die Grundschule im Sommer 2017 zwei erste Klassen aufnehmen und benötigt dazu einen weiteren Raum. „Das wird ein großer Kraftakt für die Gemeinde“, kündigte Hagen an.

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erstellt am 10.Feb.2016 | 18:24 Uhr

Er bat die Vereine und die Eltern um Verständnis, dass die Kommune in den künftigen Jahren manche freiwillige Leistung nicht mehr erbringen könne. Die Politik wolle dadurch verhindern, unter den Rettungsschirm des Landes zu rutschen. „Ich hoffe, dass wir das im Gemeinderat hinkriegen, damit wir als Gemeinde selbstständig bleiben“, betonte Hagen.

Kein Verständnis zeigte er für die Kritik mancher Heidgrabener an der Unterbringung von Flüchtlingen. Nachbarn hätten sich beschwert, nicht unterrichtet worden zu sein. Jedoch seien die Angaben im Ratsinformationssystem der Stadt Uetersen öffentlich einsehbar. Zudem hatte die Gemeinde zu einem Info-Abend eingeladen. Als Hagen den Flüchtlingsbetreuern in Heidgraben für ihren Einsatz dankte, klopften die Besucher zustimmend auf die Tische. Der SPD-Landtagsabgeordnete Thomas Hölck berichtete begeistert vom Neujahrsempfang in Heidgraben. Dort habe er ein Ehepaar kennen gelernt, denen die Flüchtlinge sehr ans Herz gewachsen seien. „Wir müssen diese Geschichten der Integration lauter erzählen, damit die, die Handgranaten auf Flüchtlingsheime werfen, in der Minderheit sind“, regte Thomas Hölck an.

Empörung zeigte er darüber, dass Mitglieder der Partei „Alternative für Deutschland“ auf Flüchtlinge schießen lassen wollen. „Das ist keine Alternative, das ist eine Schande für Deutschland“, sagte Hölck. Kritik übte er an der Forderung des Bundes-Innenministers Thomas de Maizière (CDU) nach einer Obergrenze für Flüchtlinge. „Zeigen wir, dass wir ein friedfertiges Land sind, das Menschen hilft und nicht Menschen ins Meer zurückschubsen will“, so Hölck.

Nicht zuletzt betonte er, dass die Landesregierung hunderte Lehrerstellen und 150 neue Stellen bei der Polizei geschaffen habe. In diesem Jahr seien mehr Polizisten auf der Straße als je zuvor.

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