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Jahresversammlung : Weniger Einsätze für die Wehr

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Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Ein „erfreuliches Jahr“ hat Wehrführer Ingo Wittke bilanziert. Zwei Gründe führt er für seine Einschätzung während der Jahresversammlung an. Denn in der jüngeren Vergangenheit ist die Zahl der Einsätze kontinuierlich gesunken. 2012 musste die Feuerwehr 14 Mal ausrücken. Zwei Jahre zuvor waren es noch 25 Einsätze. Zudem habe es seit der Indienststellung des neuen Löschfahrzeuges im Sommer nicht mehr gebrannt, so Wittke. „Das Feuer hat Angst“, scherzte er.

Fünf Kleinbrände galt es im vergangenen Jahr zu löschen. Vier technische Hilfeleistungen waren zu absolvieren, darunter zwei Tierrettungen.

Über das neue Feuerwehrfahrzeug sagte Wittke zur Freude der Kameraden: „Alle Nachbarwehren sind neidisch.“ Die Übergabe sei mit „einem tollen Fest“ begangen worden. Kleiner Wermutstropfen: Der Wehrführer hätte sich mehr Bürgerbeteiligung gewünscht. 48 Kameraden tun in der Truppe ihren freiwilligen Dienst. Ein Abgang steht einem Zugang gegenüber. Weibliche Feurwehrleute sucht man vergebens. Es gibt 25 Atemschutzträger und 15 Kameraden mit Führerschein für die Löschfahrzeuge. „Das sieht gut aus“, urteilte der oberste Haseldorfer Blaurock. Die Ehrenabteilung ist 25 Mann stark. Besonders hob er die gute Zusammenarbeit mit der Wedeler Wehr hervor. Das bestätigt der stellvertretende Wehrführer aus der Rolandstadt, Uwe Brandt, der zu der Haseldorfer Versammlung gekommen war.

Als wichtigste Aufgabe der kommenden Jahre machte Wittke die Anwerbung von neuen Kameraden aus, denn 13 Aktive gehören der Generation Ü50 an. Dazu wies Bürgermeister Uwe Schölermann (CDU) auf „die neuen Nachbarn“ der Wehr hin. Die Kleinen aus dem Kindergarten sollten für die Wehr interessiert werden.

Wittke kritisierte in Sachen Einführung des Digitalfunks den Kreisfeuerwehrverband. Er fühle sich ein wenig allein gelassen, sagte der Haseldorfer. Der stellvertretende Kreisbrandmeister Frank Homrich lieferte dazu Fakten, nannte Beispiele und ging auf die Geschichte der Einfühung ein. Er redete sich dabei in Rage: „Wir sind am Ende die Dummen, die damit klarkommen müssen.“

Und ein Jubiläum beschäftigt die Brandretter. Im kommenden Jahr kann das 125-jährige Bestehen gefeiert werden. Udo Prinz von Schoenaich-Carolath sicherte den Kameraden zu, dass sie ihr großes Fest im „Rinderstall“ organisieren können.

Beförderungen, Ehrungen und Wahlen Eine Beförderung gab es für den Haseldorfer Wehrführer Ingo Wittke und seinen Stellvertreter Jan Hermann Kölln. Sie wurden vom stellvertretenden Kreiswehrführer Frank Homrich zum Oberbrandmeister ernannt. Der Mann vom Kreisfeuerwehrverband beförderte zudem Fred Kröcker zum Oberlöschmeister.

Andreas Nagy darf sich nun Hauptfeuerwehrmann nennen. Oberfeuerwehrmänner sind Sven Hülsen, Jerome Vonnekold und Jürgen Kleemann. Für hundertprozentige Dienstbeteiligung wurden Hendrik Schlittke, Arne Voß, Julian Vonnekold und Ingo Wittke geehrt. Fast jedes Mal dabei waren Patrick Schuldt, Martin Hollers, Jan Hermann Kölln und Jerome Vonnekold.

Ehrungen gab es zudem für Jerome Vonnekold, Eric Dürmann und Sven Hülsen, die vor zehn Jahren der Wehr beitraten. Unter dem Tagesordnungspunkt Wahlen wurden der Gruppenführer Günther Tokarski, Gerätewart Arne Voß, Kassenwart Ralf Lindemann und der Sicherheitsbeauftragte Jörg Wulff bestätigt. (tp).

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erstellt am 06.Jan.2013 | 21:08 Uhr

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