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Elbdüker : Weniger Belastungen für die Bürger

vom
Aus der Redaktion der Uetersener Nachrichten

Was die Dasa schafft, müsste der E.on doch auch möglich sein! Dies hofft man bei der Freien Wahlgemeinschaft Hetlingen zum geplanten Neubau des Elbdükers durch den Stromriesen sowie dem Unternehmen „Gasunie“. Über die Elbe könnte das Material zur Baustelle geliefert werden, so die Idee. „Unser Ziel ist es, die Belastung dieses Großbauvorhabens für die Bevölkerung und die Umwelt so gering wie möglich zu halten“, erklärt der FW-Fraktionsvorsitzende Michael Rahn.

Vorbild könnten die Finkenwerder Flugzeugbauer sein. Die nutzen für den Transport des Seitenleitwerks des Airbus A 380 eine umgerüstete Fähre, die „Elbclearing 8“. „In dieser Form könnten wir uns gut auch eine Lösung für Hetlingen vorstellen“, erklärt Rahn. Bisher ist über zwei Varianten des Transports diskutiert worden. Es könnten die Brummis über die Hetlinger Hauptstraße zur Baustelle fahren. (Zu den prognostizierten Zahlen und die Dauer der Bauarbeiten lesen Sie den nebenstehenden Artikel).

Die Vorzugsvariante für die Planer von E.on und Gasunie ist die Anlieferung über den Wedeler Tonnenhafen. Auf dem Deichverteidigungsweg könnten die Lastkraftwagen entlang der Elbe zur Baustelle an der Hetlinger Schanze fahren. Bei dieser Möglichkeit haben die Marschmer allerdings Sorge, dass der Deich Schaden nehmen könnten. Die Freien haben ihre Gedanken in einem Antrag formuliert, der während der nächsten Bauausschusssitzung diskutiert werden soll. Die Politiker treffen sich am kommenden Donnerstag, 10. November, um 20 Uhr im Hetlinger Treff.

Neben der Anlandung des Baumaterials auf dem Strand neben dem großen Strommast – die Baustelle liegt direkt auf der anderen Seite des Elbdeiches – haben die Freien noch eine Idee in petto. Sie wollen ebenfalls in Gesprächen mit dem Abwasser-Zweckverband und den Wasser- und Schifffahrtsbehörden klären lassen, ob ein gemeinsamer Anleger für E.on und Klärwerker möglich ist. Über diesen Weg könnte der AZV seinen Klärschlamm abtransportieren. Ein alter Streit zwischen der Spitze des AZV und Marschmern wäre damit entschärft. Würde die von ihnen favorisierte Variante realisiert, werden aus der Sicht der FW trotzdem Lkw’s und Pkw’s durchs Dorf fahren müssen. Deswegen soll ein unabhängiges Gutachterbüro die Belastungen der Anwohner von Haupt- und Schulstraße ermitteln, damit diese durch die Bauherren finanziell ausgeglichen werden können. Drei Jahre BaustellenverkehrMit erheblichen Belastungen durch den Neubau des Elbdükers von E.on und Gasunie werden die Hetlinger leben müssen. Drei Jahre soll an dem Projekt gearbeitet werden. 2013 und 2014 ist für Bauen und Bohren reserviert. Für 2015 ist der Rückbau geplant. Durchschnittlich zehn Lkw’s werden durchs Dorf fahren, so keine andere Lösung gefunden wird. In Spitzenzeiten der Bauarbeiten dürfte diese Zahl deutlich überschritten werden. Ungeklärt ist eine weitere Frage. Die Planer möchten den Aushub von 10000 Kubikmetern vor Ort zwischenlagern und anschließend wieder verfüllen. Sollte es keine Genehmigung für die Zwischenlagerung im Landschaftsschutzgebiet geben, muss der Aushub erst abtransportiert und dann wieder ins Zwischendeichgelände zurückgefahren werden. (tp)

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erstellt am 04.Nov.2011 | 21:52 Uhr

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