Konzert : Weltmusik in der Tornescher Kirche

<p>Der Chor „Black and Blue“ präsentierte Gospels aus aller Welt. </p>

Der Chor „Black and Blue“ präsentierte Gospels aus aller Welt.

Klänge aus Botswana, Irland, Peru und Ecuador von „Black and Blue“ und „Latin Time Band“.

shz.de von
10. Juli 2018, 00:00 Uhr

Mit den Gospelgesängen des Chors Black and Blue und mit den lateinamerikanischen Songs der Latin Time Band hielt Weltmusik Einzug in die evangelisch-lutherische Kirche Tornesch. Auf vollen Kirchenbänken genossen die zahlreichen Besucher am späten Sonntagnachmittag die folkloristischen Klänge.

Black and Blue lautet der Name des Gemeinde-Gospelchors unter der Leitung von Susanne van den Bos, und in Schwarz und Blau präsentierten sich auch die Sänger, am Keyboard begleitet von Björn-Erik Werner. Chormitglied Peter Pox sagte in Anlehnung in die vorgetragene Gospel-Textzeile „I am so happy“: „Glücklich sind wir, dass wir heute dieses Konzert haben, dass wir den Sommer ‚Sommer‘ nennen können und dass Sie so zahlreich erschienen sind.“

Mit „Precious lord“, dem Lieblingssong des US-amerikanischen Bürgerrechtlers Martin Luther King Junior, verliehen die Sänger ihrer Friedenssehnsucht Ausdruck. Die Wurzel des ausdrucksstarken afrikanischen Gospel-Songs „Sana sananina“ ist ein Hosanna-Ruf aus Botswana. Begleitet von Trommelklängen sang der Gospelchor: „Let’s praise the lord“ (deutsch: Lass uns den Herren preisen).

„Look at the world“ (deutsch: Sieh auf die Welt) lautet der Titel des Liedes, mit dem Black and Blue das Publikum aufforderte, die Schöpfung zu achten. „Die Natur ist wunderbar und schön“, sagte Pox, „wir müssen sie achten, sie nutzen, ohne sie auszuplündern.“ Er erinnerte daran, dass dieser Sommer nicht allen so gut bekomme, insbesondere den Landwirten nicht.

Mit „Lord of the Dance“ aus der gleichnamigen irischen Stepptanzshow brachte der Chor die alte irische Legende vom Kampf der guten  gegen die bösen Mächte in das Kirchenschiff. Sein Sommerkonzert gab der Gospelchor der Kirchengemeinde in diesem Jahr gemeinsam mit der Latin Time Band aus Henstedt-Ulzburg. Drei der Bandmitglieder stammen aus den südamerikanischen Ländern Peru und Ecuador, sie brachten den Sound ihrer Heimatländer in die Kirche.

„Wir spielen nur Eigenkompositionen“, sagte Saxofonist und Klarinettist Lars Osenbrüg, „jeder von uns hat Stücke zu unserem Repertoire beigetragen.“ Gestartet wurde mit „Aire Andino“ (deutsch: Andenluft) aus der Feder des peruanischen Gitarristen Samuel Castillo. In „Misterio“ (deutsch: Geheimnis), ebenfalls von Castillo, wurden sehnsuchtsvolle Flötenklänge laut, die sich mit dem Sound der Klarinette umkreisten, bis sie nach einem Gitarrensolo beträchtlich an Fahrt aufnahmen. „Un Alemán en Perú“ (deutsch: Ein Deutscher in Peru) heißt das Lied, in dem Osenbrüg vertont hat, wie er sich das Heimatland zweier seiner Bandkollegen vorstellt.

Das Lied „Sinchi“, komponiert von Percussion-Spieler Luis Carrion, kombinierte Jazz-Klänge mit lateinamerikanischem Panflöten-Sound. Virtuos wechselte Hernan Vega Cevallos im Laufe der Songs zwischen Panflöte, der „Quena“ genannten Andenflöte und der Querflöte.

Die Latin Time Band ist das nächste Mal am 8. September im Bürgerhaus von Henstedt-Ulzburg zu sehen und zu erleben. Bei dieser Gelegenheit tritt der Klangkörper aus Musiklehrern und Berufsmusikern bestehende Band auch in größerer Formation mit mehr Musikern auf.

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