Aufstellungsbeschluss für B-Plan : Weitere Ortskerngestaltung im Blick

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Einstimmig haben die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses den Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan 89 „Ortskern“ gefasst.

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29. Juli 2014, 22:44 Uhr

Der Geltungsbereich umfasst das Gebiet entlang der Esinger Straße von der Einmündung Friedrichstraße über die Kreuzung entlang der Friedrichstraße bis zur Einmündung Wilhelm-Schildhauer-Straße und von Haus Nummer 31 der Uetersener Straße über die Bahnkreuzung entlang der Ahrenloher Straße über die Kreuzung Lindenweg/Wilhelmstraße bis zum Ärztehaus an der Wilhelmstraße und bis zum Haus Nummer 16 an der Ahrenloher Straße.

Die mit der Aufstellung dieses Bebauungsplanes verbundenen Ziele beinhalten eine funktionale Revitalisierung und städtebauliche Aufwertung des Ortskerns durch eine Neuordnung und Verdichtung der Bebauung in Teilbereichen, die geordnete Nachverdichtung und die Qualifizierung öffentlicher Freiflächen durch die Umgestaltung des öffentlichen Raumes.

Der Bebauungsplan 89 „Ortskern“ soll in mehreren Abschnitten erstellt werden. Der erste Abschnitt wird das Gebiet südlich der Jürgen-Siemsen-Straße und der Ahrenloher Straße, nördlich des Sportplatzes Friedlandstraße, des Levy-Schäfer-Weges, des Einkaufszentrums „Alte Brennerei“ und des Haselbaumweges, östlich der Uetersener Straße Haus Nummer 31 (Höhe der Straße „An der Kirche“) und westlich des Lindenweges umfassen. Den Politikern war wichtig, die „Idee eines Gesamtbildes für den Tornescher Ortskern“ im Fokus zu behalten, wie der CDU-Fraktionsvorsitzende Christopher Radon betonte.

Bürgermeister Roland Krügel machte darauf aufmerksam, dass ein B-Plan dieser Dimension schwer umsetzbar sei. „Wir haben jede Menge Bestand und wenig Flächen, über die wir bestimmen können. Für die Uetersener Straße könnte man eine Planung machen, alles andere sind nur Wunschgedanken. Die Zeit wird darüber hinweggehen“. Doch die Politiker wollten sich von der Verwaltung nicht bremsen lassen, auch wenn aufgrund der Größe des Geltungsbereiches der Bebauungsplan 89 „Ortskern“ nicht wie gewünscht im beschleunigten Verfahren, sondern im geordneten Verfahren aufgestellt werden muss.

„Wir träumen nicht, wir entwickeln Visionen und wollen uns bei der Umsetzung auf Fachleute verlassen“, machte Manfred Mörker den Standpunkt der SPD deutlich. Und auch Christopher Radon betonte: „Wir wollen nicht klein- klein Baulücken schließen, sondern ermöglichen, die Innenstadt zu gestalten. Wie soll Tornesch in zehn bis 15 Jahren aussehen? In einem Workshop sollten wir die Öffentlichkeit einbinden und die Ergebnisse einem Planungsbüro an die Hand geben.“

Gemeindliches Vorkaufsrecht im Ortskern

Im Zuge der Beratungen über die Ortskernentwicklung hatten sich die Mitglieder des Bau- und Planungsausschusses sowie des Hauptausschusses über die Ausübung beziehungsweise Nichtausübung des gemeindlichen Vorkaufsrechtes gemäß §24 bis 28 Baugesetzbuch ausgetauscht. Im Hauptausschuss war beschlossen worden, dass im Bau- und Planungsausschuss über das Vorkaufsrecht im Ortszentrum, das nun durch den B-Plan 89 „Ortskern“ definiert wurde, beraten wird. Die Entscheidung über die Ausübung beziehungsweise Nichtausübung des gemeindlichen Vorkaufsrechts trifft allerdings der Hauptausschuss. Diese Neuerung zog eine Änderung der Hauptsatzung nach sich. Die Ratsversammlung hat daraufhin eine 7. Nachtragssatzung zur Hauptsatzung beschlossen.

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