Fritz-Reuter-Schule : Weitere Außenstelle der Awo-Kita in Tornesch

An der Fritz-Reuter-Schule wird zum Start des neuen Kindergartenjahres ab 1. August eine Awo-Kita-Gruppe eingerichtet.
An der Fritz-Reuter-Schule wird zum Start des neuen Kindergartenjahres ab 1. August eine Awo-Kita-Gruppe eingerichtet.

Politiker beschließen übergangsweise Einrichtung einer Elementargruppe an der Schule.

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17. Juli 2018, 12:30 Uhr

Tornesch | Wie in der März-Sitzung des Bildungsausschusses beschlossen, wird an der Fritz-Reuter-Schule ab dem 1. August übergangsweise bis zur Fertigstellung des Kindergartens Seepferdchen eine Elementargruppe als weitere Außenstelle der Tornescher Awo-Kindertagesstätte eröffnet. 20 Betreuungsplätze stehen zur Verfügung. Wie Bürgermeisterin Sabine Kählert in der jüngsten Sitzung des Bildungsausschusses mitteilte, liegen derzeit 15 Anmeldungen vor. Der Verwaltung seien jedoch noch Kinder bekannt, die gegebenenfalls im „Nachrückverfahren“ einen Betreuungsplatz erhalten könnten oder die in Einrichtungen anderer Kommunen betreut werden. „Wir haben elf Kinder, die mit ihren Eltern nach Tornesch gezogen sind. Teilweise haben uns die Eltern mitgeteilt, dass sie eine möglichst umgehende Aufnahme in eine Kita-Betreuung in Tornesch wünschen“, berichtete Kählert.

Früh- und Spätdienst

Um den Betreuungsbedarfen der Eltern, die ihre Kinder bislang in eine Einrichtung am Arbeitsort mitnehmen und für deren Betreuung Tornesch einen Ausgleich zahlen muss, zu entsprechen, soll auch für die Awo-Elementargruppe an der Fritz-Reuter-Schule ein Früh- und Spätdienst eingerichtet werden. Das sei mit einer Aufstockung von Personalstunden verbunden, könne jedoch zur Rückgewinnung von Kindern in Auswärtsbetreuung führen und werde damit in der Bilanz nicht teurer, merkte Kählert an. Durch die Einrichtung dieser weiteren Awo-Elementargruppe konnte die Stadt sicherstellen, dass alle Kinder, die bis zum 31. Dezember das dritte Lebensjahr vollenden und deren berufstätige Eltern einen Betreuungsplatz für sie benötigen, bei der Platzvergabe in den Tornescher Kindergärten berücksichtigt werden konnten. Ebenso Kinder, die voraussichtlich 2019 eingeschult werden und durch ein Kindergartenjahr darauf vorbereitet werden sollen.

„Die Entscheidung für die Einrichtung einer Elementargruppe an der Fritz-Reuter-Schule war richtig und hilft uns bis zur Fertigstellung des Awo-Kindergartens Seepferdchen. Diese Kinder und auch die Kinder aus der Übergangsgruppe vom Bonhoefferhaus sollten ja eigentlich schon in den neuen Kindergarten gehen“, sagte Kählert. Sie informierte die Politiker darüber, dass sich die Verwaltung Gedanken über die Schaffung von Betreuungsplätzen in Modulbauweise macht. Denn sollte nach Fertigstellung des Kindergartens Seepferdchen noch immer kein ausreichendes Betreuungsangebot vorhanden sein, könnte mit Raummodulen zeitnah und bedarfsgerecht in den Einzugsbereichen reagiert werden.

Zeitweise Erweiterung

„Wenn der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen steigt, könnte ein Kindergarten mit Raummodulen zeitweise erweitert werden. Sobald der Bedarf rückläufig ist, werden die Raummodule abgebaut und bei Bedarf an einem anderen Standort aufgestellt“, erläuterte Bürgermeisterin Kählert. Vorbereitend für weitere Prüfungen der Umsetzbarkeit vor Ort wollen sich Kählert und Mitarbeiter der Verwaltung bei der Stadt Quickborn informieren, denn dort ist geplant, die nachfrageorientierte und standortbezogene Schaffung von Kinderbetreuungsplätzen in Modulbauweise zu steuern. „Wir wollen uns Informationen über Erfahrungswerte und Voraussetzungen für eine Machbarkeit bei uns einholen“, so Kählert.

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